Zwei Monate nach Bluttat in Chemnitz: Angehörige planen Gedenkstein

Chemnitz - Die Trauer um das Opfer des Stadtfest-Wochenendes war am Montag besonders groß: Daniel H. wäre 36 Jahre alt geworden. Noch immer, mehr als zwei Monate nach der Bluttat, erinnern an der Brückenstraße Blumen und Kerzen an das tödliche Verbrechen (TAG24 berichtete).

CDU-Mann Frank Heinrich (54) traf sich am Montag mit dem Ostbeauftragten der Bundesregierung, Christian Hirte (42, CDU), am Tatort.
CDU-Mann Frank Heinrich (54) traf sich am Montag mit dem Ostbeauftragten der Bundesregierung, Christian Hirte (42, CDU), am Tatort.  © Peter Zschage

Jetzt soll hier eine dauerhafte Gedenkstätte entstehen. Nach TAG24-Informationen planen Angehörige und Freunde, am Tatort einen Gedenkstein anzubringen.

Erste Gespräche mit der Stadt hat es bereits gegeben. Ursprünglich wollten die trauernden Angehörigen die bisherige Gedenkstelle Anfang Oktober räumen.

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (56, SPD) hatte aber Handlungsspielraum eingeräumt: "Das entscheidet die Familie." Wann die dauerhafte Erinnerung an die blutige Attacke kommt, ist noch unklar. Stadtsprecher Robert Gruner: "Alle Entscheidungen erfolgen in Abstimmung mit der Familie des getöteten Chemnitzers."

Montag schaute politische Prominenz am Tatort vorbei: CDU-Bundestagsabgeordneter Frank Heinrich (54) empfing den Ostbeauftragten der Bundesregierung, Christian Hirte (42, CDU).

Heinrich: "Wenn sich ein Mitglied der Bundesregierung aktuell die Zeit nimmt, in unserer Stadt ein Zeichen der Menschlichkeit zu setzen, ist das für mich ein starkes Signal." Anschließend besuchten beide das persische Restaurant "Safran".

Titelfoto: Peter Zschage

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