Vorsicht vor diesem Mann! Gefährlicher Verbrecher entkommt aus Psychiatrie

Neustadt - Achtung, dieser Mann ist gefährlich! Aus einer Forensischen Psychiatrie in Neustadt (Ostholstein) bei Lübeck ist in der Nacht zum Sonntag ein gefährlicher Straftäter geflüchtet.

Dieser Mann wurde gesucht.
Dieser Mann wurde gesucht.  © Polizeidirektion Lübeck

Wie die Staatsanwaltschaft Flensburg und die Polizeidirektion Lübeck mitteilten, brach der 36-Jährige offenbar das verschlossene und gesicherte Fenster seines Unterbringungsraumes auf, seilte sich aus dem Fenster ab und kletterte über einen 2,50 Meter hohen Zaun.

"Der Entwichene gilt als ausgesprochen gefährlich und gewaltbereit", hieß es in der Mitteilung.

Der Mann sei am 17. Dezember 2008 vom Landgericht Flensburg wegen schwerer Brandstiftung verurteilt und in die Klinik eingewiesen worden.

Es seien umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet worden.

Der Flensburger sei aber weiter flüchtig. Die Polizei veröffentlichte eine Beschreibung des Mannes mit Foto.

So wird der Gesuchte beschrieben:

  • 1,73 Meter groß
  • 92 Kilogramm schwer
  • kräftige Statur
  • blaue Augen
  • Glatze
  • Kinn- und Oberlippenbart
  • besonders auffällig sind eine Narbe auf der Stirn und eine Narbe auf der rechten Halsseite
  • außerdem ist er stark tätowiert: Auf dem rechten Unterarm trägt er ein großflächiges Schlangenmotiv
  • wahrscheinlich trägt er eine schwarze Jogginghose

Die Behörden warnen davor, sich dem Mann zu nähern! Stattdessen sollte umgehend die Polizei Lübeck 0451 1314604 oder eine andere Polizeidienststelle informiert werden.

Update, 17.17 Uhr: Mann ist weiter auf der Flucht

Der gebürtige Flensburger ist weiter flüchtig. Wohin der Mann unterwegs sein könnte, ist völlig unklar. Er habe keinen festen familiären Kern, sagte die Sprecherin der Flensburger Staatsanwaltschaft, Stephanie Gropp.

Warum der Mann als so gefährlich gilt, konnte Gropp nicht konkret sagen. Die im Maßregelvollzug untergebrachten Straftäter würden in regelmäßigen Abständen von Psychiatern begutachtet werden.

Wenn weitere erhebliche Straftaten zu erwarten sind, müsse die Person in der Klinik bleiben. Die Oberstaatsanwältin schloss nicht aus, dass der 36-Jährige vor seiner Unterbringung außer der schweren Brandstiftung weitere Straftaten begangen hat.

In den sogenannten Maßregelvollzug kommen psychisch kranke oder suchtkranke Straftäter. Gerichte ordnen die Unterbringung an, sofern Betroffene schuldunfähig oder vermindert schuldfähig sind - und sofern im Falle einer psychischen Störung weitere erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten sind.

Update, 3. April

Wie die Staatsanwaltschaft Flensburg und die Polizeidirektion Lübeck am heutigen Mittwoch gemeinsam mitteilten, wurde der Gesuchte nach intensiven Fahndungsmaßnahmen durch die rheinland-pfälzische Polizei festgenommen.

Titelfoto: Polizeidirektion Lübeck

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