Mann überwindet Stacheldraht-Zaun und bricht aus dem Knast aus

Berlin - Er soll einen mit Stacheldraht gesicherten Zaun überwunden haben: Ein Gefangener ist in Berlin mit Hilfe von Kleidung oder einer Decke aus dem offenen Vollzug entkommen.

In der JVA Plötzensee kam es zu einem Gefängnisausbruch.
In der JVA Plötzensee kam es zu einem Gefängnisausbruch.  © DPA

Der Mann sei am Freitagabend "allem Anschein nach über den Zaun geklettert" und habe sich bisher nicht in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee zurückgemeldet, sagte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Justiz am Montag.

Ungefähr zeitgleich habe noch ein weiterer Gefangener versucht, den Zaun zu überwinden - er wurde mit Schnittwunden aber noch auf dem Gelände gefasst. Mehrere Medien hatten online über den Vorfall berichtet.

Die Polizei fahndet nach dem entkommenen, nicht als gefährlich eingestuften Mann, so der Sprecher weiter.

Der Gefangene verbüßte demnach wegen Diebstahls und Betruges eine sogenannte Ersatzfreiheitsstrafe. Das heißt, er musste ins Gefängnis, weil er eine Geldstrafe nicht zahlen konnte oder wollte.

Im vergangenen Jahr gab es laut dem Sprecher fünf sogenannte Entweichungen aus dem offenen Vollzug, in den Jahren zuvor noch mehr als 50. Im offenen Vollzug können manche Gefangene tagsüber die Anstalt zum Arbeiten verlassen, müssen aber abends wieder zurück sein. Die Sicherheitsvorkehrungen sind nicht ganz so hoch wie im geschlossenen Vollzug.

Zuletzt hatten in der vergangenen Woche im geschlossenen Männergefängnis Tegel zwei Inhaftierte versucht zu entkommen. Die Justizverwaltung sprach aber lediglich von "außerordentlichen Vorkommnissen", da beide Männer noch auf dem Areal gestellt wurden.

Ende 2017 geriet die JVA Plötzensee in die Schlagzeilen, als vier Häftlingen eine filmreife Flucht gelang. Mit Hammer und Flex bewaffnet konnten die Männer das Gefängnis in nur drei Minuten über eine Lüftungsöffnung unbemerkt verlassen (TAG24 berichtete).

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