Noch immer auf der Flucht: Polizei jagt weiter nach Gefangenem mit Platzwunde am Kopf

Frankfurt am Main - Die Suche nach dem Häftling, der aus einem Gefängnis in Frankfurt-Preungesheim geflohen ist, dauerte nach Angaben der Polizei auch am Freitag an.

Die Polizei gab bekannt, dass der Häftling auch am Freitag noch auf der Flucht sei (Symbolbild).
Die Polizei gab bekannt, dass der Häftling auch am Freitag noch auf der Flucht sei (Symbolbild).  © 123rf/Udo Herrmann

Der Mann war über einen mehr als fünf Meter hohen Zaun geklettert.

Laut Polizei ist der Mann 39 Jahre alt, hat eine kräftige Statur und eine blutende Wunde am Kopf. Er soll ein rotes Hemd und eine graue Hose getragen haben. Am Donnerstag seien einige Hinweise aus der Nachbarschaft des Gefängnisses eingegangen, sagte eine Polizeisprecherin.

Nach Angaben der Ermittler saß der Mann wegen eines Drogendelikts hinter Gittern. Er habe bei seiner Flucht zunächst eine etwa zwei Meter hohe, glatte und senkrechte Metallkonstruktion überwinden müssen, sagte der Sprecher des hessischen Justizministeriums, René Brosius.

Weiter oben wartete ein Zaun, ein Überhang, sowie drei Rollen "Nato-Draht". Er sei während des einstündigen Hofgangs entwichen, sagte Brosius. In der Zeit seien mehr als 30 Inhaftierte und eine mehr als vorschriftsmäßige Zahl von Aufsichtspersonen auf dem Gelände gewesen.

"Wie ein solch gravierendes Hindernis bei entsprechender Sicherung des Hofgangs durch Beamte überwunden werden konnte, ohne dass der Häftling zurückgehalten werden konnte, erklärt das Ministerium bisher nicht", sagte der justizvollzugspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Frank Tilo-Becher.

Die SPD frage sich, ob eine unzureichende Personaldecke eine Rolle gespielt habe. Personalmangel habe keine Rolle gespielt, sagte Ministeriumssprecher Brosius.

Titelfoto: 123rf/Udo Herrmann

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