Gegen das Vergessen: 30 neue Stolpersteine für Dresden

Dresden - Die Zahl der Stolpersteine wächst. Stolperstein-Künstler Gunter Demnig (72) verlegte 30 neue Messing-Gedenktafeln in Dresden.

Eva Steins Gedenkstein an der Elsässer Straße.
Eva Steins Gedenkstein an der Elsässer Straße.  © Eric Münch

Mittlerweile sind es über 200 Steine, die in der Landeshauptstadt an Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus Unterdrückung und Verfolgung erlitten.

Unter anderem bekamen jetzt die Familie des vertriebenen Dresdner Rabbinersohns und späteren Fotografen Fred Stein (1909-1967) und die Familie des jüdischen Maler Bruno Gimpel, dessen Grafik der Dresdner Synagoge die meisten geflüchteten Dresdner Juden als Andenken im Gepäck hatten.

Ihn hatten die Nazis 1943 in den Suizid getrieben. Im November 2009 wurden in Dresden die ersten Stolpersteine nach längeren Diskussionen mit der Stadtverwaltung verlegt.

Zu dem Zeitpunkt gab es bereits in 480 weiteren deutschen Städten Stolpersteine. 1997 hatte Gunter Demnig - ungenehmigt - den ersten Stein in Berlin-Kreuzberg verlegt.

Matthias Krause (67, aus Weimar) legt eine Rose nieder.
Matthias Krause (67, aus Weimar) legt eine Rose nieder.  © Eric Münch

Titelfoto: Eric Münch

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