Gegen "Heizer und Raser": Immer mehr Gemeinden wollen Bikern an den Kragen

Simmerath - Bei schönem Wochenend-Wetter lassen in der Eifel viele Fahrer ihre Motorräder röhren. Das stört Anwohner und Touristen. Für ihre Anti-Lärm-Kampagne hat die Nationalpark-Region erste Mitstreiter gefunden - nicht nur aus NRW.

Vor allem die Mittelgebirgs-Regionen mit ihren kurvenreichen Straßen haben mit dem Lärmproblem zu kämpfen (Symbolbild).
Vor allem die Mittelgebirgs-Regionen mit ihren kurvenreichen Straßen haben mit dem Lärmproblem zu kämpfen (Symbolbild).  © 123RF/fabio formaggio

Mittlerweile hat die Eifel für ihre geplante bundesweite Kampagne so viele Mitstreiter, dass die Initiative jetzt ins Rollen kommt.

Im nächsten Schritt werde es eine Geschäftsstelle als Kampagnen-Zentrale in der Eifelstadt Schleiden geben, teilte eine Sprecherin der Gemeinde Simmerath mit. Im Frühjahr 2020 solle die Kampagne dann richtig starten.

Neben den acht Kommunen in der Nationalpark-Region wollen zunächst zwölf Kommunen mitmachen. Wie von den Initiatoren erwartet, kommen sie überwiegend aus Mittelgebirgs-Regionen wie dem Sauerland, dem Bergischen Land, der rheinland-pfälzischen Eifel und dem Kreis Osnabrück.

Vor allem die Mittelgebirge mit den kurvenreichen Strecken haben nach Einschätzung der Eifel-Kommunen wie auch sie mit dem Lärmproblem zu kämpfen.

"Silent Rider - Die Initiative gegen Motorradlärm"

Mit der Kampagne "Silent Rider - Die Initiative gegen Motorradlärm" fordern die Kommunen eine Reduktion der zulässigen Lärmgrenzwerte und drastische Strafen für technische Manipulationen von Maschinen.

Gleichzeitig wollen sie Motorradfahrer für die Problematik sensibilisieren. Motorradfahrer seien willkommen, nicht willkommen jedoch sei der kleine Anteil von "Heizern und Rasern", betonen die Bürgermeister aus der Eifel.

Nachdem ein erster Vorstoß der Eifelregion nach deren Angaben in den letzten Jahren bei Bund und Land keine Wirkung zeigte, streben sie jetzt eine bundesweite Vernetzung an, um dem Thema Nachdruck zu verleihen.

Titelfoto: 123RF/fabio formaggio


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