Was haben so viele gegen einen "Marsch für das Leben"?

Beim "Marsch für das Leben" versammelten sich Abtreibungsgegner am Sonnabend in Berlin vor dem Reichstag.
Beim "Marsch für das Leben" versammelten sich Abtreibungsgegner am Sonnabend in Berlin vor dem Reichstag.  © DPA

Berlin – Abtreibungsgegner und -befürworter haben sich am Samstag in Berlin zu mehreren Demonstrationen versammelt. Rund 2000 Feministinnen zogen am Vormittag für das Recht auf Abtreibung vom Wittenbergplatz zum Pariser Platz.

Dort vereinigten sie sich mit dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, das am Brandenburger Tor einen weiteren Demonstrationszug mit rund 1000 Menschen bildete. Bunte Luftballons stiegen auf. Der Platz des 18. März wurde von Polizeikräften bewacht.

Parallel dazu setzten sich Abtreibungsgegner mit dem alljährlichen "Marsch für das Leben" vor dem Reichstag in Bewegung. Nach Polizeiangaben versammelten sich dort am Mittag mehr als 1000 Menschen. Auf Plakaten waren Kommentare wie "Töten ist keine ärztliche Kunst" zu lesen.

Zu dem Marsch hatte der Bundesverband Lebensrecht aufgerufen. In einem Grußwort dazu erinnerte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, an den Einsatz der Kirche mit dem Ziel, das Leben ungeborener wie geborener Kinder zu schützen.

Gegen ein verschärftes Asylrecht wandte sich ein "Welcome-United"-Bündnis. Es startete eine sogenannte antirassistische Parade vor dem Bundesinnenministerium. "30 Busse mit Geflüchteten aus der ganzen Republik sind zur Demo gekommen. Wir rechnen mit vielen tausend Teilnehmern", sagte ein Sprecher am Samstagmittag.

Teilnehmerinnen an einer Demonstration gegen den "Marsch für das Leben".
Teilnehmerinnen an einer Demonstration gegen den "Marsch für das Leben".  © DPA
"Mein Körper. Meine Wahl" steht auf englisch auf diesem Plakat einer Abtreibungsbefürworterin.
"Mein Körper. Meine Wahl" steht auf englisch auf diesem Plakat einer Abtreibungsbefürworterin.  © DPA

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