Im diesem DRK-Geheimlager stapeln sich 14.000 Feldbetten

Erstaufnahme-Einrichtung in Schneeberg. Das DRK wurde quasi über Nacht zum Logistikdienstleister.
Erstaufnahme-Einrichtung in Schneeberg. Das DRK wurde quasi über Nacht zum Logistikdienstleister.

Dresden - Über 30 Erstaufnahme-Einrichtungen (EAE) für Asylbewerber gibt es mittlerweile in Sachsen. Alles, was für die Versorgung Tausender Flüchtlinge nötig ist, lagert in einer Halle des Roten Kreuzes. Eine logistische Mammutaufgabe.

Etwa 14.000 Feldbetten, 160 Biertischgarnituren und 30 Großzelte warten auf 600 Quadratmeter verteilt in der Halle des DRK irgendwo in Dresden auf die Weiterverteilung.

Wo genau, soll aus Sicherheitsgründen geheim bleiben.

Sieben Mitarbeiter kümmern sich darum, dass alles reibungslos läuft. Noch dieses Jahr soll eine neue Lagerhalle in Betrieb gehen. Ebenfalls vorrätig: Waschmaschinen, Schlafsäcke, Windeln, auch Klopapier. Darunter auch Spenden von Unternehmen.

„Das ist mit Abstand unsere größte Aufgabe bisher“, sagt Lars Werthmann (30), Vize-Krisenmanager beim DRK. Er ist Vollprofi, war bereits bei vielen Krisenherden im Einsatz, etwa in Nepal, Jordanien, Haiti oder dem Irak.

„Eigentlich sind wir ja gar kein Logistiker“, so Werthmann. Dann aber kamen immer mehr Flüchtlinge. „Am Anfang haben wir die Fleecedecken bei IKEA aufgekauft. Das THW hat auch schon mal mit Blaulicht Feldbetten aus Belgien geholt.“

Mittlerweile habe sich die Logistik eingespielt. Firmen wurden gefunden, die Zelte und Schlafsäcke waschen. Die Feldbetten kommen oft aus China. Sie sind nicht für eine Dauernutzung ausgelegt, sollen jetzt durch richtige Betten ersetzt werden.

DRK-Krisenmanager Lars Werthmann (30) im Logistiklager des DRK. Hier stapelt sich alles, was für die EAE gebraucht wird.
DRK-Krisenmanager Lars Werthmann (30) im Logistiklager des DRK. Hier stapelt sich alles, was für die EAE gebraucht wird.

Fotos: dpa/Daniel Unger, Füssel Video: Markus Weinberg


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