Geheimwaffe gegen Asthma: Erzgebirger heilt mit Luft aus Bienenstock

Ingenieur und Hobbyimker Jürgen Schmiedgen (64) nutzt die heilende Kraft der Bienen.
Ingenieur und Hobbyimker Jürgen Schmiedgen (64) nutzt die heilende Kraft der Bienen.  © Uwe Meinhold

Crottendorf - Honig als Heilmittel kennt fast jeder. Die wohltuende Wirkung von Bienenluft ist nahezu unbekannt. Der erzgebirgische Ingenieur und Hobbyimker Jürgen Schmiedgen (64) will der alten Heilmethode eine wissenschaftliche Basis geben.

"Unser Enkel hatte Asthma und ich imkere seit fast 50 Jahren - da war es naheliegend, sich über diese Behandlungsmethode zu informieren und sie auszuprobieren“, so der Crottendorfer.

Weil es kein zugelassenes medizintechnisches Gerät für das Inhalieren der Luft aus dem Bienenstock gab, entwickelte der Bauingenieur selbst eins und erhielt nach drei Jahren eine Zulassung dafür.

Ein Prototyp wird in der Rehaklinik Thermalbad Wiesenbad bereits für Therapien genutzt. Kurgäste inhalieren in der 30-minütigen Sitzung (Kosten: 20 Euro) mit der Luft aus dem Bienenstock auch ätherische Öle und Bienenharz.

Schmiedgen: "Die nächste Station soll demnächst im Kurpark Bad Schlema entstehen. Dort ist eine klinische Studie zur Wirksamkeit geplant.“ Der Imker erwartet Linderung für Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen und Heuschnupfen.

"Positive Effekte gibt es schon nach sechs Sitzungen. Die Kosten liegen deutlich unter denen einer klassischen Hyposensibilisierung.“

Kurgäste in der Rehaklinik Thermalbad Wiesenbad inhalieren in 30-minütigen Sitzungen die Luft aus dem Bienenstock.
Kurgäste in der Rehaklinik Thermalbad Wiesenbad inhalieren in 30-minütigen Sitzungen die Luft aus dem Bienenstock.  © Uwe Meinhold

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