Straftäter fliehen aus Psychiatrie: So gelang ihnen der Ausbruch

Bedburg-Hau - Zwei Patienten einer psychiatrischen Klinik in Bedburg-Hau (Kreis Kleve) sind nach einer Geiselnahme aus dem geschlossenen Bereich des Krankenhauses geflohen. 

Ein Zaun mit Stacheldraht steht vor der forensischen Abteilungen der LVR-Klinik.
Ein Zaun mit Stacheldraht steht vor der forensischen Abteilungen der LVR-Klinik.  © Oliver Berg/dpa

Zuvor hatten die mit einem Küchenmesser bewaffneten Männer im Alter von 38 und 43 Jahren am Montagabend einen Pfleger in ihre Gewalt gebracht und einen zweiten Pfleger eingeschlossen, wie die Polizei am frühen Dienstagmorgen mitteilte. 

Sie zwangen ihre Geisel, die Zugangstür zum geschlossenen Bereich der Klinik durch den Pförtner öffnen zu lassen. 

Anschließend flohen die beiden Männer mit dem Fahrzeug des Pflegers. 

Beide Klinikmitarbeiter blieben unverletzt. 

Nach Angaben der Polizei befanden sich die flüchtigen Männer im Maßregelvollzug. 

Update 12.10 Uhr: Flucht aus Psychiatrie gelang unter Vorwand

Bei ihrer Flucht aus der Psychiatrie haben die beiden Patienten den als Geisel genommenen Pfleger dazu gezwungen, die Außentür unter einem erfundenen Vorwand öffnen zu lassen. Der Pfleger habe der Pforte gesagt, er müsse mal nach draußen, um Müll zu entsorgen, sagte ein Sprecher der Kreispolizei Kleve am Dienstag. 

"Daraufhin sind die Außentüren geöffnet worden." Alle drei seien dann rausgegangen und zum Auto des Pflegers gegangen. Dort hätten sie ihre Geisel stehen gelassen und seien mit dem Wagen geflohen. 

Die Fahndung nach den beiden Flüchtigen blieb bis Dienstagmittag erfolglos. Bei dem Fluchtauto handelt es sich um einen weißen Ford Mondeo mit dem amtlichen Kennzeichen KLE-S 2521.

Update 9.28 Uhr: Täter weiter auf der Flucht

Mindestens einer der beiden Flüchtigen dürfte sich im Besitz eines Messers befinden, wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilte. Die Männer wurden demnach wegen Raubdelikten verurteilt und saßen seit Oktober sowie Dezember 2019 im Maßregelvollzug. Die Umstände der Flucht deuten einem Sprecher zufolge darauf hin, dass das Duo gewaltbereit ist.

Am Morgen gab es noch keine Spur von den beiden Männern. In der Nacht hätten sich ein Hubschrauber, zehn Streifenwagen der Klever Kreispolizei und die Kriminalpolizei an der Suche beteiligt, sagte eine Sprecherin. "Alles, was wir auf der Straße hatten, war eingebunden."

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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