Horror! Mädchen entdeckt verstorbenen Großvater in Freizeitpark

Das Mädchen war schockiert, als es den echten Grabstein entdeckte. (Symbolbild)
Das Mädchen war schockiert, als es den echten Grabstein entdeckte. (Symbolbild)  © 123rf.com/arnoaltix

Geiselwind - Es gibt diesen uralten Witz: Treffen sich zwei Skelette, eines hat seinen Grabstein mit. Fragt das andere Skelett: "Was willst du denn damit?" Das erste antwortete: "Ich will Motorrad fahren, da muss ich doch meine Papiere mitnehmen."

Kommen wir zum Wesentlichen: Beim Besuch des "Freizeit-Land" im bayrischen Geiselwind hat ein 13-jähriges Mädchen den echten Grabstein mit Namen und Lebensdaten seines Großvaters entdeckt. Allerdings ohne Grab und ohne Großvater.

Wie kann das sein? Ist der Verstorbene inzwischen umgezogen, weil der Freizeitpark mehr Abwechslung bietet?

Der Grabstein befindet sich jetzt auf dem "Friedhof", der zur neuen Gruselabteilung des Freizeitparks gehört. Dort gibt es auch ein Horrorhaus, in dem sich das Horror-Lazarett vom fiktiven Gruseldoktor Lehmann befindet. Daneben ist der besagte Friedhof. Und dort ist mindestens Großvaters Grabstein echt, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Deswegen hat der Parkbetreiber Matthias Mölter nun Ärger am Hals: Die Staatsanwaltschaft will ihn wegen der so genannten Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener rankriegen.

Das Horror-Lazarett hat unter anderem blutbespritzte Behandlungsräume und eine Leichenkammer mit abgetrennten Gliedmaßen.
Das Horror-Lazarett hat unter anderem blutbespritzte Behandlungsräume und eine Leichenkammer mit abgetrennten Gliedmaßen.

Dabei kann Mölter möglicherweise nicht einmal etwas für den entstandenen Schlammassel: Großvater starb 1996, seine Witwe ließ das Grab 2016 auflösen und beauftragte für 130 Euro einen "Steinmetz mit der fachgerechten Entsorgung" (SZ).

Doch offenbar haben wir es hier mit einem äußerst geschäftstüchtigen Steinmetz zu tun: Er veräußerte den Stein, allerdings ohne die Inschriften zu entfernen.

Danach verliert sich die Spur des Grabsteins. Bis jetzt. Zur "Mainpost" sagte Matthias Mölter, dass er das Gruselhaus samt Inhalt von einem Schausteller gekauft habe. Sechs Sattelschlepper-Ladungen seien in Geiselwind angekommen.

Mölter behauptet auch, er wisse nicht, ob Grabsteine in der Ladung enthalten waren - oder ob sie vorher schon im Freizeitpark waren. Ebenso wenig sei ihm bekannt gewesen, dass es echte Grabsteine aufgelöster Gräber sind.

Die Inschriften sämtlicher Grabsteine neben dem Horrorhaus wurden auf Weisung er Staatsanwaltschaft mittlerweile entfernt. Die Polizei ermittelt, wer der Vorbesitzer ist. Großvaters Witwe hat Anzeige erstattet: sie sieht sein Andenken beschmutzt.

Und der Steinmetz? Wie "Infranken" berichtet, habe er das Geld zurückgegeben. Im Freizeitpark hätte man ihm zugesichert, die Inschriften zu entfernen. Damit steht seine Aussage gegen die von Matthias Mölter.

Titelfoto: 123rf.com/arnoaltix


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