"Eine Trümmerwüste": Mann raste als Geisterfahrer über A73 und tötet Frau

Schleusingen - Nach dem schweren Unfall mit einem Geisterfahrer am Donnerstagnachmittag kommen nun die tragischen Details des Unfalls ans Licht. (TAG24 berichtete)

Mit diesem Auto war der Mann auf der Autobahn unterwegs gewesen.
Mit diesem Auto war der Mann auf der Autobahn unterwegs gewesen.  © News5/Ittig

Besonders traurig: Nachdem ein Senior auf der A73 bei Schleusingen in den Wagen einer jungen Frau gerast war, konnte diese zwar aus dem Auto gerettet worden, starb aber im Rettungshubschrauber auf dem Weg ins Krankenhaus.

Begonnen hatte die Geisterfahrt aber bereits einige Kilometer südlich. Der weiße Audi war an der Anschlussstelle Eisfeld-Süd in Richtung Suhl aufgefahren, hatte auf der Autobahn gedreht und war dann in die falsche Richtung weiter gefaren. Bereits da kam es im Verkehr zu einem Unfall, doch der Rentner ließ sich aus unerfindlichen Gründen davon nicht beirren und fuhr einfach weiter.

Einige Kilometer weiter kam es dann zu dem schweren Frontalzusammenstoß mit dem Auto der 36-Jährigen. "Hier vor Ort war natürlich ein schreckliches Bild, beide Fahrzeuge waren total zerstört", erklärte Christian Kund von der Autobahnpolizei. Die beiden Wracks waren gut 200 Meter voneinander zum Stehen gekommen.

Der Falschfahrer selbst wurde schwer verletzt ins Klinikum gebracht. Ein Team der Notfallseelsorger kümmerte sich um Ersthelfer und Zeugen des Unfalls, aber auch um die Kameraden der Feuerwehr. "Eine Trümmerwüste, da sieht man schon, dass das unheimlich hohe Geschwindigkeiten waren", schilderte Markus Heckert von der Notfallseelsorge.

Zur Unterstützung der Polizei wurde ein Gutachter angefordert, um zu klären, wie es zu dieser verhängnisvollen Fahrt kommen konnte. Die A73 war in Richtung Süden über mehrere Stunden gesperrt, wodurch ein langer Rückstau entstand.

Titelfoto: News5/Ittig

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