Worauf sich Berliner Pfleger bald einstellen müssen

Erfreuliche Nachricht für Pflegekräfte in Berlin.
Erfreuliche Nachricht für Pflegekräfte in Berlin.  © dpa (Symbolbild)

Berlin – Das haben diese fleißigen Menschen in ihrem anstrengenden Job auch wirklich mehr als verdient!

Denn tausende Angestellte in den ambulanten Pflegediensten erhalten ab März 2018 mehr Lohn – 5,78 Prozent mehr aufs Jahr gerechnet!

Wie die AOK Nordost am Dienstag mitteilt, haben sich darauf die Pflegekassen, die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie die Arbeitsgemeinschaft Ambulante Pflege in ihren Verhandlungen geeinigt.

Bedingung: Die mehr als 600 ambulanten Pflegedienste im Land Berlin erhalten die höhere Vergütung von den Pflegekassen und Sozialämtern nur dann, wenn sie den Großteil der Erhöhung ihren Pflegekräften als Gehaltsplus weitergeben.

„Ich freue mich, dass wir eine so deutliche Entgeltsteigerung vereinbaren konnten. Pflegekräfte müssen besser bezahlt werden. Das ist nun ein erster Schritt in diese Richtung. Eine angemessene Vergütung ist auch im Interesse der Arbeitgeber, denn nur so kann die Attraktivität der Pflege verbessert werden. Berlin wird nun genau darauf achten, dass diese Erhöhungen tatsächlich bei den Beschäftigten ankommen. Ich wünsche mir aber auch mehr Tarifverträge in der Pflege, um diesen Beruf nachhaltig attraktiver zu machen", erklärt Berlins Pflegesenatorin Dilek Kolat (SPD, 50).

Die ausgehandelte Regelung biete den Pflegediensten jetzt Spielraum für Lohnerhöhungen, ersetze aber keinen Tarifvertrag oder vergleichbare Regelungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

„Pflegekräfte sind gefragter denn je. Umso wichtiger ist es, dass ihre engagierte Arbeit angemessen bezahlt wird. Denn mit Blick auf die immer höhere Lebenserwartung ist es längst zu einer gesellschaftlichen Aufgabe geworden, den Pflegeberuf nachhaltig attraktiv zu gestalten“, sagte AOK Nordost-Vorstand Frank Michalak.

Titelfoto: dpa (Symbolbild)


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