So kämpft die Hauptstadt gegen Geldwäsche

Berlin setzt im Kampf gegen Geldwäsche auf mehr Kontrollen. (Symbolbild)
Berlin setzt im Kampf gegen Geldwäsche auf mehr Kontrollen. (Symbolbild)  © DPA

Berlin - Im Kampf gegen Geldwäsche rüstet Berlin auf. Der Senat wird daher im neuen Jahr sieben Kontrolleure für Gewerbetreibende einstellen, die den illegalen Machenschaften auf die Spur kommen sollen. Bislang war es lediglich nur einer.

Das berichtet der Berliner Kurier. 2016 gab es insgesamt 3260 Fälle der Geldwäsche. Die Dunkelziffer ist jedoch weitaus höher.

Mit Drogenhandel, Erpressung oder Schutzgeld erzielen Kriminelle etwa fünf Millionen Euro Gewinn - pro Jahr. Das illegale Geld wird dann zum Beispiel an scheinbar legalen Orten, wie einem Restaurant oder Imbiss wieder umgesetzt.

Der Trend zeigt: Geldwäsche-Delikte nehmen zu. Waren es vor fünf Jahren noch 1624 Fälle, in denen das LKA ermittelte, so sind die aktuellsten Zahlen von 2016 doppelt so hoch. "Bundesweit werden 100 Milliarden Euro reingewaschen. Deutschland ist dafür eine Goldgrube, auch Berlin“, erklärt Benjamin Jendro von der Polizeigewerkschaft dem Berliner Kurier.

Die neuen Kontrolleure sind dem Artikel zufolge Beamte der Senatswirtschaftsverwaltung. In Zweier-Gruppen suchen sie verdächtige Orte auf und überprüfen vor allem die Buchhaltung. Die neuen Kontrollen kosten den Senat jährlich 280.000 Euro mehr.

Zudem soll noch ein Meldesystem eingerichtet werden. Mitarbeiter einer Spielhalle oder eines Restaurants, die von den illegalen Geschäften etwas mitbekommen, können sich daran wenden.


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