Mann von Polizist erschossen: Wohnungsdurchsuchung bringt Klarheit

Gelsenkirchen - Am Sonntagabend wurde im nordrhein-westfälischen Gelsenkirchen ein 37-Jähriger von einem Polizisten durch Schüsse getötet. Mittlerweile haben Polizei und Staatsanwaltschaft neue Erkenntnisse zum Fall veröffentlicht.

Der Tatort wurde abgesperrt.
Der Tatort wurde abgesperrt.  © Rene werner/IDA NewsMedia/dpa

Zunächst soll der Einheimische mit einem Knüppel auf ein geparktes Polizeiauto eingeschlagen haben.

Später hantierte er mit einem Messer und bedrohte zwei Polizisten (23 und 41 Jahre alt). Ein Messer wurde auch am Tatort gefunden.

Die Behörden gehen aufgrund er Ermittlungen Hinweisen nach, dass der Einheimische "Allahu Akbar" gerufen haben soll.

Gesichert ist, dass der 23-jähriger Polizeianwärter vier Schüsse auf den 37-Jährigen abfeuerte, die zum Tode des Angreifers führten. Der Getötete war der Polizei aufgrund mehrerer Gewalttaten, unter anderem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, bekannt.

Zudem liegen Hinweise auf eine psychische Erkrankung vor. Unklar ist noch das Tatmotiv. Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Gelsenkirchen hat sich der Verdacht auf eine terroristische Motivation nicht erhärtet.

Während das Polizeipräsidium Münster den Einsatz leitete, kümmert sich nun aus Neutralitätsgründen das Polizeipräsidium Krefeld um die Prüfung, ob rechtmäßig von der Schusswaffe Gebraucht gemacht wurde.

NRW-Innenminister Herbert Reul (67, CDU).
NRW-Innenminister Herbert Reul (67, CDU).  © Roberto Pfeil / DPA

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