"Sohn einer Affen-Schlampe"! Böse Rassismus-Attacke gegen Eintrachts Fernandes

Frankfurt - Es scheint einfach kein Kraut gegen rassistische Anfeindungen gegen dunkelhäutige Sportler gewachsen zu sein. Das jüngste Opfer eines solch schändlichen Angriffs wurde Eintracht Frankfurts Mittelfeldmotor Gelson Fernandes (31) nach seinem Blitz-Platzverweis im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Schalke 04 (TAG24 berichtete).

Im Halbfinale des DFB-Pokals gegen Schalke 04 sah Fernandes nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung glatt rot.
Im Halbfinale des DFB-Pokals gegen Schalke 04 sah Fernandes nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung glatt rot.  © dpa/Ina Fassbender

Die Uhr zeigte die 78. Spielminute. Fernandes nahm den Platz von Omar Mascarell ein, um die kurz zuvor erzielte Frankfurter Führung durch Luka Jovic (75.) bis ins Ziel zu bringen. Doch nur gut zwei Minuten später passiert es: der Schweizer Nationalspieler steigt überhart gegen Leon Goretzka ein und sieht von Schiedsrichter Robert Hartmann glatt rot.

Fernandes' Trauer über die somit verpasste Final-Teilnahme wurde aber schnell von einem noch krasseren Zwischenfall überschattet. Denn auf Instagram wurde er auf übelste Weise von einem Anhänger der Königsblauen beleidigt:

"Du bist ein Sohn von Affen. Ich hoffe, jemand beendet Deine Laufbahn. Du hättest ihn (Anmerkung der Redaktion: der gefoulte Leon Goretzka) ernsthaft verletzen und seine Karriere zerstören können... Sohn einer Affen-Schlampe."

Worte, die einem vor Fassungslosigkeit die Kinnlade herunterklappen lassen. Und auch den Eintracht-Spieler traf diese Aussage sehr. "Es tut weh, Du bist hilflos und verletzt. Aber ich finde es vor allem dumm und unnötig und frage mich, wie man so denken kann", sagte er der schweizer Tageszeitung Blick am Mittwoch.

Rassistische Anfeindungen in seine Richtung sind leider nichts neues für den 31-Jährigen. Schon in seiner Zeit bei den italienischen Serie A-Klubs Udinese Calcio und Chievo Verona kam es immer wieder zu Zwischenfällen. Trotzdem verzichtet der immer fröhliche Fernandes auf rechtliche Schritte: "Das bringt nichts, ich habe auch keine Lust, mich mit solchen Leuten noch weiter zu beschäftigen."

Erst heute hatte der Ex-Dortmunder Otto Addo gebeichtet von Skinheads verfolgt worden zu sein (TAG24 berichtete). Es bleibt nur zu hoffen, dass solchen Idioten endlich effektiv Einhalt geboten wird.

Titelfoto: Screenshot Instagram/gf6_fernandes/DPA/Ina Fassben


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