Geminiden-Sternschnuppen erreichen heute Höhepunkt!

Köln / Deutschland - Wer an diesem Freitag in den Himmel blickt, kann den Höhepunkt der Geminiden erblicken. Die besonders hellen Sternschnuppen sind wahrscheinlich Meteore des Asteroiden Phaeton.

Die Sternschnuppen sind hellgelb in der Dunkelheit mit etwas Glück und Geduld zu sehen.
Die Sternschnuppen sind hellgelb in der Dunkelheit mit etwas Glück und Geduld zu sehen.  © Sergei Grits/AP/dpa

Das besondere an den Geminiden: Sie sind im Vergleich zu den im Sommer erscheinenden Perseiden-Sternschnuppen deutlich langsamer unterwegs.

Erreichen die Geminiden die Atmosphäre, rasen sie mit 34 Kilometern pro Sekunde (122.000 Kilometer pro Stunde) auf die Erde zu und verglühen dann mit einem weißgelben Sternschnuppen-Effekt.

Genau dieser Effekt ist bei klaren Himmel an diesem Freitagabend besonders gut zu beobachten, da in dieser Nacht besonders viele Geminiden vorbeiziehen.

Im Vergleich: Die Perseiden haben ein Tempo von 212.000 Kilometer pro Stunde drauf und verglühen somit deutlich schneller.

Auch in den kommenden Tagen können noch die Sternschnuppen des Geminiden-Flugs beobachtet werden.

Quelle der Geminiden offenbar geklärt

Die Geminiden verglühen beim Eintritt in die Atmosphäre der Erde.
Die Geminiden verglühen beim Eintritt in die Atmosphäre der Erde.  © Brian Tomlinson / DLR

Der Ursprung des Meteorschauers ist nach Darstellung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Sitz in Köln nicht zweifelsfrei geklärt.

Ein Modell erkläre sie jedoch als kosmische Spur des Asteroiden "Phaeton".

"Phaeton stand als Quellkörper immer mal wieder in der Diskussion, es fehlte letztendlich aber noch eine überzeugende Erklärung, wie dieser Asteroid einen Meteorstrom hervorbringen kann", sagt Prof. Tilman Spohn vom DLR-Institut für Planetenforschung, Co-Autor der aktuellen Veröffentlichung.

Und so entstehen Sternschnuppen: Durch Sonneneinstrahlung verdampft Eis und das Gas reißt Staubteilchen von der Oberfläche der Kometen im Weltall.

Wenn die Erde die Kometenbahnen kreuzt, werden diese Staubteilchen, die in der Erdatmosphäre verglühen, zu Sternschnuppen.

Weil die Geminiden aber nicht von einem Kometen stammen können, suchten Wissenschaftler weiter. 1983 entdeckten Astronomen den Asteroiden Phaeton. Er ist einer der größten bekannten Asteroiden, der die Erdbahn kreuzt.

Laut DLR beträgt sein Durchmesser 5,8 Kilometer. Am 16. Dezember 2017 passierte er die Erde zuletzt in nur zehn Millionen Kilometern Entfernung. Und: Bei ihm konnte ein Staubschweif beobachtet werden.

Dies liefert die Theorie für die Geminiden-Sternschnuppen. Denn Phaeton zieht laut DLR auf einem stark elliptischen Orbit fast dieselbe Bahn um die Sonne wie die Geminiden.

Insgesamt macht sich der Sternschnuppenstrom der Geminiden vom 6. bis 16. Dezember bemerkbar - vor allem zwischen 21.00 Uhr und 6.00 Uhr.

Titelfoto: Sergei Grits/AP/dpa

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