Parasiten, Bakterien, Chemie: Verseuchtes Essen macht viele Menschen (sterbens-) krank

Genf - Mehr als 400.000 Menschen sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr nach dem Verzehr verdorbener Lebensmittel.

Schimmelbefall am Brot: Über 400.000 Menschen sterben jährlich nach dem Verzehr verdorbener Lebensmittel.
Schimmelbefall am Brot: Über 400.000 Menschen sterben jährlich nach dem Verzehr verdorbener Lebensmittel.  © Jens Kalaene/ZB/dpa

Fast jeder zehnte Erdenbürger werde im Jahr einmal krank durch Essen, das mit Bakterien, Vieren, Parasiten oder chemischen Substanzen verunreinigt sei. Die Vereinten Nationen wollen sich dafür einsetzen, dass Lebensmittel sicherer werden.

"Dies ist eine einmalige Gelegenheit, das Bewusstsein für die Gefahren durch verseuchtes Essen zu fördern, bei Regierungen, Produzenten, Transporteuren und Verbrauchern", meinte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Und weiter: "Vom Bauernhof bis zum Teller - alle Beteiligten müssen mithelfen, damit die Nahrung sauber ist."

Für jeden investierten Euro in die Aufklärung darüber, wie Lebensmittel sicher produziert und aufbewahrt werden, könnten zehn Euro eingespart werden, weil weniger Menschen krank würden und etwa am Arbeitsplatz ausfielen, so die WHO.

Sie beziffert den Produktivitätsverlust durch solche Ausfälle in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen auf 95 Milliarden Dollar im Jahr.

Titelfoto: Jens Kalaene/ZB/dpa

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