Massen-Gentest nach Vergewaltigung: Polizei dehnt Suche aus

Parchim - Die Polizei dehnt bei der Suche nach einem mutmaßlichen Vergewaltiger in Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) ihre Ermittlungen aus und hofft mit einem weiteren Gentest dem Täter endlich auf die Spur zu kommen.

Ein Mann gibt bei einem Reihengentest eine DNA-Probe ab. (Archivbild)
Ein Mann gibt bei einem Reihengentest eine DNA-Probe ab. (Archivbild)

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, begann die neue Testreihe am Dienstag und dauert noch bis Samstag.

Insgesamt 724 Männer im Alter zwischen 18 und 50 Jahren, die zur Tatzeit in Parchim wohnten, seien schriftlich zur Abgabe einer Speichelprobe aufgefordert worden.

Die Tat hatte sich in den Abendstunden des 1. Februar 2019 in Parchim ereignet. Dabei war nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine 21-Jährige von hinten angegriffen, zu Boden gestoßen und sexuell missbraucht worden. Gefahndet wird laut Staatsanwaltschaft nach einem dunkelhaarigen Mann.

Zu einem ersten Gentest waren im August knapp 300 Männer im Alter zwischen 25 und 40 Jahren eingeladen worden, die den Ermittlungen zufolge zur Tatzeit mit ihren Handys in der Funkzelle in Tatortnähe eingeloggt waren (TAG24 berichtete).

Doch waren dem Aufruf zum freiwilligen DNA-Test nur etwa die Hälfte der dazu aufgeforderten Männer gefolgt. Einen Treffer hatte es bislang nicht gegeben.

DNA-Spurensicherungsröhrchen liegen bei einem Reihengentest auf einem Tisch.
DNA-Spurensicherungsröhrchen liegen bei einem Reihengentest auf einem Tisch.  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

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