Georgine Krüger (†14) ermordet: An diesem Tag soll das Urteil fallen

Berlin - Im Prozess um den mutmaßlichen Mord an der vor mehr als 13 Jahren verschwundenen Berliner Schülerin Georgine Krüger zeichnet sich ein Ende ab.

Georgine Krüger ist vor fast 13 Jahren spurlos verschwunden.
Georgine Krüger ist vor fast 13 Jahren spurlos verschwunden.  © Polizei Berlin/Polizei Berlin/dpa, Paul Zinken/dpa

Nach bisherigen Planungen des Landgerichts ist nach rund fünfmonatiger Verhandlung der 15. Januar der letzte Prozesstag. Für kommende Woche werden die Plädoyers erwartet.

Am Freitag hatte ein forensisch-psychiatrischer Gutachter erklärt, bei dem 44-Jährigen sei im Falle einer Verurteilung von voller Schuldfähigkeit auszugehen.

Dem Deutschen mit türkischen Wurzeln wird zur Last gelegt, im September 2006 das damals 14-jährige Mädchen aus der Nachbarschaft in einen Keller seiner Moabiter Wohnung gelockt, vergewaltigt und erwürgt zu haben. Die Leiche wurde bis heute nicht gefunden.

Das rätselhafte Wegbleiben von Georgine war über Jahre einer der bekanntesten Vermisstenfälle in Deutschland. Erst 2016 rückte der Angeklagte in das Blickfeld der Polizei.

Gegenüber einem verdeckten Ermittler soll er gestanden haben. Seit Dezember 2018 befindet sich der dreifache Vater in Haft. Damals soll der Mann die Vorwürfe zurückgewiesen und unter anderem erklärt haben, er sei "durch einen Lockvogel reingelegt worden".

Im Prozess schwieg er bislang. Der Prozess wird am 9. Januar fortgesetzt.

Muss bis zu einem Urteil wegen Mordes unkenntlich gezeigt werden: Der Angeklagte im Gerichtssaal.
Muss bis zu einem Urteil wegen Mordes unkenntlich gezeigt werden: Der Angeklagte im Gerichtssaal.  © Paul Zinken/dpa

Titelfoto: Polizei Berlin/Polizei Berlin/dpa, Paul Zinken/dpa

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