Wegen Umzug nach Heidenau: Leipziger Asylheim blockiert

Flüchtlinge protestieren vor der Halle.
Flüchtlinge protestieren vor der Halle.

Leipzig - Weil die 50 Flüchtlinge aus der provisorischen Erstaufnahmestelle in der HTWK-Sporthalle in Leipzig nach Heidenau verlegt werden sollen, hat sich am Nachmittag vor dem Gebäude Protest organisiert.

Wie lvz-online berichtet, wurde von der Landesdirektion Sachsen am Mittag entschieden, die Halle zu räumen und die Bewohner nach Heidenau zu verlegen. Dies sei notwendig, weil die Halle marode ist und es nur kaltes Wasser gibt.

Doch der Plan, die Asylbewerber nach Heidenau zu verlegen, stieß auf massiven Widerstand. Die Asylbewerber protestierten gegen den geplanten Umzug. Am Nachmittag versammelten sich bis zu 150 Unterstützer vor der Halle und blockierten die Zufahrt.

Dadurch wurde die Abreise verhindert, der Bus konnte nicht losfahren. Die Polizei schickte zehn Einsatzfahrzeuge zu der Halle.

Polizei und Landesdirektion prüfen nun, ob es andere Unterbringungsmöglichkeiten für die Flüchtlinge gibt. Dafür wird mit den Flüchtlingen verhandelt.

Außerdem haben die Aktivisten, einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht gegen die Verlegung in Vorbereitung.

20 Flüchtlinge sollten nach Grillenburg und 30 nach Heidenau gebracht werden.

Update 20:30 Uhr: Es wurde vorerst entschieden, dass die Flüchtlinge in der kommenden Nacht in der HTWK-Halle in Connewitz bleiben. Statt eines Umzugs gibt es dort jetzt eine Feier mit Asylbewerbern und Unterstützern.

Update 19:00 Uhr: Die Flüchtlinge wollen am liebsten in der HTWK-Halle bleiben. Für die Flüchtlinge haben die Landtagsabgeordneten Monika Lazar (Grüne) und Juliane Nagel (Linke) die Verhandlungen übernommen. Es steht zur Diskussion, dass sie in der alten Halle bleiben dürfen und von Anwohnern aus Connewitz versorgt und betreut werden.

Update 18:02 Uhr: Nach Informationen von Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz müssen die Flüchtlinge nicht nach Heidenau. Sie sollen in die Grube-Halle in Leipzig umziehen.

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Foto: Sebastian Willnow, Twitter, dpa


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