Fall Stephanie (†10) : Angeklagter soll Tat bereits gestanden haben

Gera - Seit Ende Oktober läuft der Prozess gegen den Mörder der vor 27 Jahren ermordeten Stephanie aus Weimar (TAG24 berichtete). Laut Kriminalhauptkommissar soll der heute 66-jährige Mann die Tat bereits in den ersten Vernehmungen zugegeben habe.

Stephanie Drews wurde im Alter von zehn Jahren missbraucht und ermordet. (Archiv)
Stephanie Drews wurde im Alter von zehn Jahren missbraucht und ermordet. (Archiv)  © Marcus Scheidel

Der mutmaßliche Mörder der zehnjährigen Stephanie aus Weimar soll in seiner ersten Vernehmung die Schuld am Tod des Mädchens eingeräumt haben.

Zunächst habe er in seiner rund dreistündigen Befragung widersprüchliche Angaben gemacht, sagte der Kriminalhauptkommissar, der den Mann nach dessen Festnahme im März 2018 mit einem Kollegen zuerst vernommen hatte, am Donnerstag vor dem Landgericht Gera.

Später habe er dann eingeräumt, er sei schuld am Tod des Mädchens. Allerdings sei offen geblieben, ob er das Kind im Jahr 1991 tatsächlich von der Teufelstalbrücke an der Autobahn 4 gestoßen hat. Das wirft die Staatsanwaltschaft dem heute 66-Jährigen vor.

Der Deutsche wurde nach Ermittlungsarbeit der mit ungeklärten Kindermorden befassten Jenaer Sonderkommission "Altfälle" festgenommen. Er soll das Mädchen aus dem Weimarer Goethepark herausgelockt haben, um sich an ihm zu vergehen.

Zwei Ermittlerinnen der SOKO "Altfälle" sollen den entscheidenden Hinweis gefunden haben. Sie hatten detaillierte eine Vielzahl von Spuren ausgewertet und waren mittels einer Auswertungstabelle auf den heute Angeklagten gestoßen. "Auf ihn passten alle Parameter", so Kriminaloberkommissarin Carolin Böhme.

Der Mann ist wegen Kindesentführung und Missbrauchs vorbestraft.

Neben Polizeidirektor Thomas Quittenbaum stehen Claudia Becker und Carolin Böhme die den entscheidenden Treffer machten. (Archiv)
Neben Polizeidirektor Thomas Quittenbaum stehen Claudia Becker und Carolin Böhme die den entscheidenden Treffer machten. (Archiv)  © Marcus Scheidel

Titelfoto: Marcus Scheidel

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