Heftige Ausschreitungen in Flüchtlingsunterkunft

Symbolbild.
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Gera - In der Erstaufnahmeeinrichtung in Gera-Ernsee hat es am Dienstagabend Ausschreitungen von 60 bis 70 Personen gegen die Polizei gegeben.

Auslöser für die Ausschreitungen war ein vorangegangener Streit zwischen mehreren Bewohnern untereinander und einem Wachmann. Dabei kam es neben Bedrohungen auch zu Sachbeschädigungen, unter anderem mit einer Metallstange.

Die zu Hilfe gerufene Polizei konnte einen 35-jährigen Albaner als Tatverdächtigen feststellen. Als dieser einer Kontrolle unterzogen wurde, zeigte er sich unkooperativ und aggressiv gegen die Beamten. Außerdem stand er unter dem Einfluss von Alkohol.

Da der Mann weitere Straftaten ankündigte, wurde er in Gewahrsam genommen, wobei er Widerstand gegen die Polizisten leistete.

Mehrere Bewohner solidarisierten sich daraufhin mit dem Albaner, darunter auch zwei Familienangehörige (16 und 18 Jahre). Eine Gruppe von 60 bis 70 Personen ging gegen die Beamten vor. Es kam auch zu körperlicher Gewalt.

Die Bereitschaftspolizei musste zur Unterstützung anrücken, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Außerdem waren Feuerwehr und Sanitäter vor Ort. Laut Polizei erlitten zwei Bewohner leichte Verletzungen. Es kam zu Schäden an Fenstern, Glastüren und Feuermeldern.

Die Polizisten nahmen die beiden Jugendlichen (16/18) ebenfalls in Gewahrsam.

Foto: dpa


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