49-Jähriger soll eigene Frau ermordet haben: Jetzt schweigt er!

Berlin - Als seine Ehefrau leblos am Boden liegt, alarmiert der Mann die Feuerwehr. Am Telefon sagt er, dass er sie getötet habe. Nun steht der vierfache Vater wegen Mordes vor Gericht. Maßlose Eifersucht soll das Motiv gewesen sein.

Ein 49-Jähriger steht vorm Berliner Landgericht, weil er seine Ehefrau umgebracht haben soll.
Ein 49-Jähriger steht vorm Berliner Landgericht, weil er seine Ehefrau umgebracht haben soll.  © DPA

In seiner Wut soll der vierfacher Vater seine getrennt lebende Ehefrau in ihrer Wohnung in Berlin-Kreuzberg stranguliert haben. Sechs Monate nach dem gewaltsamen Tod der 44 Jahre alten Frau hat sich der Mann vor dem Landgericht der Hauptstadt in Schweigen gehüllt.

Dem 49-Jährigen wird Mord aus niedrigen Beweggründen zur Last gelegt. Seine Verteidiger erklärten zu Prozessbeginn am Mittwoch, ihr Mandant werde sich möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt äußern.

Die vier gemeinsamen Kinder des seit Jahren getrennt lebenden Paares waren nicht in der Wohnung, als es am 5. Dezember gegen 13.00 Uhr zu dem mutmaßlichen Angriff kam. Der aus Syrien stammende Angeklagte soll seine Frau den Ermittlungen zufolge mit einem Kleidungsstück stranguliert haben - "aus maßloser Eifersucht und Wut". Die Deutsche aus einer polnischen Familie habe zuvor ihm gegenüber die endgültige Trennung ausgesprochen. Bis dahin habe sich der Mann trotz eigener Wohnung häufig bei seiner Frau und den Kindern aufgehalten.

Der Angeklagte habe unmittelbar nach dem mutmaßlichen Angriff selbst die Feuerwehr alarmiert, hieß es am Rande der Verhandlung. Damals habe er am Telefon zugegeben, die Frau getötet zu haben. Nach seiner Festnahme am Tatort habe sich der Angeklagte ohne Vorstrafen nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Die 44-Jährige konnte zunächst wiederbelebt werden, starb jedoch drei Tage später. Ursache sei der Sauerstoffmangel des Gehirns gewesen, den sie durch die Tat erlitt, heißt es in die Anklage.

Die Mutter der 44-Jährigen, ihre beiden Schwestern sowie ihre Kinder sind am Prozess als Nebenkläger beteiligt. Für die Verhandlung sind fünf weitere Tage bis zum 2. Juli terminiert.


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