Was hat er mit den Reichsbürgern zu tun? Berliner "Volkslehrer" vor Gericht!

Berlin - Das Berliner Arbeitsgericht verhandelt am Montag (12.00 Uhr) über die fristlose Kündigung des Berliner Grundschullehrers Nikolai N. nach der Veröffentlichung umstrittener und möglicherweise volksverhetzender Internet-Videos.

Das Berliner Arbeitsgericht verhandelt am Montag über die fristlose Kündigung des Berliner Grundschullehrers Nikolai N.
Das Berliner Arbeitsgericht verhandelt am Montag über die fristlose Kündigung des Berliner Grundschullehrers Nikolai N.  © Screenshot Youtube/Der Volkslehrer

Der Pädagoge hatte die Klage eingereicht, weil er eine politisch motivierte Entlassung sieht. Zunächst plant das Gericht eine Güteverhandlung.

Die Bildungsverwaltung hatte die Kündigung laut Gericht damit begründet, dass der Lehrer wegen seiner Äußerungen nicht für das Unterrichten geeignet sei. Das Kündigungsschreiben war ihm nach Angaben der Bildungsverwaltung Anfang Mai übermittelt worden. Er habe die gegen ihn erhobenen Vorwürfe in einer internen Anhörung nicht entkräften können, hieß es.

Der Lehrer für Musik und Sport war im Januar vom Dienst freigestellt worden. Außerdem hatte die Bildungsverwaltung Anzeige gegen den Mann erstattet. Er betreibt einen Youtube-Kanal, in dem er sich selbst als "Volkslehrer" bezeichnet.

Ihm wird vorgeworfen, in Teilen seiner Videos volksverhetzende Aussagen zu verbreiten und den sogenannten Reichsbürgern nahezustehen. Die Gruppierung erkennt die Bundesrepublik sowie deren Behörden und Gesetze nicht an. Sie wird bundesweit vom Verfassungsschutz beobachtet.


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