Hat der Autohaus-Mitarbeiter den Firmentresor selbst geplündert?

Torsten B. (41) sagt: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen.“
Torsten B. (41) sagt: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen.“

Von Steffi Suhr

Pirna - Für Torsten B. (41) ist die Sache klar: "Ich bin überfallen worden. Ich hab damit nichts zu tun", beteuert er

Doch der Ex-Mitarbeiter eines Autohauses in Pirna steht vor Gericht, weil er den Überfall, bei dem 18.200 Euro verschwanden, vorgetäuscht haben soll.

Laut Anklage nahm er das Geld aus dem Tresor, rief Minuten später die Polizei und meldete "wider besseres Wissen" einen Raub.

Torsten B., bis zu dem Vorfall schon acht Jahre im Autohaus als Administrator und Auto-Überführer tätig, sagt aber: "Ich musste nach Braunschweig ein Auto holen, habe mir früh Geld dafür aus dem Tresor geholt. Auf dem Firmengelände wurde ich plötzlich umgerissen.

Auf dem Gelände dieses Autohauses soll der Raub geschehen sein.
Auf dem Gelände dieses Autohauses soll der Raub geschehen sein.

Das müssen mehrere Täter gewesen sein. Ich wurde auf den Boden gedrückt, mit dem Gesicht nach unten. Jemand riss mir das Geld aus der Tasche. Dann wurde ich hochgezerrt, gegen den Zaun gedrückt, fiel darüber und blieb liegen."

Danach war der Familienvater lange wegen einer dabei erlittenen Rückenverletzung in Behandlung. Die alarmierte Polizei fand das demolierte Handy und Papiere von Torsten B. auf dem Firmenhof.

Und eine bislang nicht zugeordnete frische Zigarettenkippe. Vom Geld fehlt jede Spur.

Nun sollen Gutachter klären, ob die Angaben von Torsten B. mit dem Spurenbild vom Tatort übereinstimmen. Urteil folgt.

Fotos: Ove Landgraf (2)


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