Mord an Berlinerin vor 32 Jahren: Killer verurteilt!

Berlin - 32 Jahre nach der Tötung einer jungen Mutter in Berlin-Neukölln ist ein 61-Jähriger wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Der Angeklagte habe aus niedrigen Beweggründen gehandelt, begründete das Landgericht das Urteil. (Symbolbild)
Der Angeklagte habe aus niedrigen Beweggründen gehandelt, begründete das Landgericht das Urteil. (Symbolbild)  ©  Burmakin Andrey/123rf

Klaus R. habe Annegret W. in ihrer Wohnung umgebracht, "weil er es nicht einsah, den Sex nicht mehr unentgeltlich zu bekommen", begründete das Landgericht am Dienstag.

Der Angeklagte habe damit aus niedrigen Beweggründen gehandelt. Der Verteidiger, der auf Freispruch plädiert hatte, kündigte bereits Revision an.

Die Polizei tappte in dem Fall lange im Dunkeln. Anfang 1991 waren die Ermittlungen den Angaben zufolge schließlich eingestellt worden. Im Jahr 2015 seien dann am Tatort sichergestellte Spuren mit neuen Methoden überprüft worden.

Eine am Hauskleid der Getöteten sichergestellte DNA-Spur führte zu dem Angeklagten. Er habe die 30-Jährige über eine Annonce kennengelernt und mehrfach getroffen, so das Gericht. Es sei eine sexuelle Beziehung gewesen. Die 30 Jahre alte Geschädigte war im September 1987 vor den Augen ihres jüngsten Sohnes Stefan K., der damals zwei Jahre und acht Monate alt war, getötet worden.

Laut Anklage wurde die Frau gewürgt und mit einem Pullover stranguliert. Anschließend habe der Täter mit einem Messer mehrmals in ihren Hals gestochen.

Der Verteidiger, der auf Freispruch plädiert hatte, kündigte bereits Revision an. (Symbolbild)
Der Verteidiger, der auf Freispruch plädiert hatte, kündigte bereits Revision an. (Symbolbild)  ©  Wavebreak Media Ltd/123rf

Titelfoto: Burmakin Andrey/123rf

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