Ex-Schwiegervater auf offener Straße erschlagen? Angeklagter bereut die Tat

Kiel/Rendsburg - Weil er seinen Ex-Schwiegervater auf offener Straße in Rendsburg erschlagen haben soll, muss sich ein 45-jähriger Mann von Mittwoch an vor dem Kieler Landgericht verantworten.

Ein 45-Jähriger muss sich von Mittwoch an vor Gericht verantworten. (Symbolbile)
Ein 45-Jähriger muss sich von Mittwoch an vor Gericht verantworten. (Symbolbile)  © DPA

Laut Anklage gerieten beide Männer im Bereich einer Schule aneinander.

Zunächst soll das spätere Opfer mit dem Schlagstock auf den Wagen seines früheren Schwiegersohns geschlagen haben.

Danach entwand ihm der 45-Jährige türkische Staatsbürger laut Anklage den Schlagstock und soll selbst mit dessen Griff mindestens zehnmal auf den Kopf des Opfers eingeschlagen haben.

Der 64-Jährige erlitt den Angaben zufolge eine Schädelfraktur und starb einen Tag später.

Das Schwurgericht hat insgesamt vier Verhandlungstage vorgesehen.

Das Urteil in dem Fall könnte demnach bereits am 6. Mai fallen.

Update, 13.40 Uhr

Ein 45 Jahre alter Mann, der seinen Ex-Schwiegervater in Rendsburg (Kreis Rendsburg-Eckernförde) auf offener Straße erschlagen haben soll, bedauert die Tat. "Es ist eine Katastrophe", ließ er zum Prozessauftakt am Mittwoch über seinen Verteidiger am Kieler Landgericht erklären.

Dass er den Opa seiner Kinder getötet habe, tue ihm "unfassbar leid". An das Tatgeschehen selbst erinnert sich der Mann der Erklärung zufolge nur bruchstückhaft.

Die Tochter des Getöteten, die zugleich die Ex-Frau des Angeklagten ist, sowie zwei weitere Angehörige verließen während der Verlesung den Saal. Alle drei sind Nebenkläger. Der Angeklagte ist ein in Deutschland geborener türkischer Staatsangehöriger. Er und seine Ex-Frau waren nach islamischem Recht verheiratet.

Laut Anklage waren der Beschuldigte und sein 64 Jahre alter Ex-Schwiegervater in der Nähe einer Schule in Streit geraten. Zunächst soll der 64-Jährige mit einem Schlagstock auf den Wagen seines früheren Schwiegersohns gehauen haben.

Dieser soll ihm den Stock dann entwendet und mit dem Griff mindestens zehnmal auf den Kopf seines am Boden liegenden Opfers eingeschlagen haben. Der ältere Mann erlitt ein schweres Schädel-Hirntrauma.

Das Schwurgericht hat zunächst vier Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil könnte demnach am 6. Mai fallen.

Vor dem Kieler Landgericht wird der Fall verhandelt. (Archivbild)
Vor dem Kieler Landgericht wird der Fall verhandelt. (Archivbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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