Ehefrau mit Schal erwürgt: 54-Jähriger gesteht brutale Tat

Schwerin - Ein 54-jähriger Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim hat gestanden, im April seine 53 Jahre alte Ehefrau erdrosselt zu haben.

Das Gebäude des Landgerichts in Schwerin.
Das Gebäude des Landgerichts in Schwerin.  © Jens Büttner/ZB/dpa

Der Verteidiger des Angeklagten bestätigte am Mittwoch im Landgericht Schwerin die zu Prozessbeginn vor zwei Wochen verlesene Anklage der Staatsanwaltschaft.

Zu weiteren Details wolle sich sein Mandant jedoch vorerst nicht äußern, sagte der Anwalt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Totschlag vor (TAG24 berichtete).

Er soll seine Frau im gemeinsamen Haus nach einem heftigen Streit erdrosselt haben. Vorher habe die Ehefrau gedroht, ihn zu verlassen, falls er seine psychische Erkrankung nicht stationär in einer Klinik behandeln lasse. Der Angeklagte soll daraufhin den Schal, den seine Frau trug, gegriffen und zugezogen haben.

Nachdem das Opfer bewusstlos zusammengesackt sei, habe er selbst die Polizei alarmiert und mitgeteilt, er habe seine Frau getötet. Rettungskräfte konnten die Frau zunächst wiederbeleben, sie starb jedoch am übernächsten Tag im Krankenhaus.

Als Zeuge berichtete ein Polizist, der Angeklagte habe apathisch gewirkt, als er im Hausflur auf die eintreffenden Beamten stieß. Er habe sich widerstandslos festnehmen lassen.

Der Beamte kannte den Angeklagten von einem Einsatz kurz vor Weihnachten 2018. Seine Frau hatte die Polizei alarmiert, weil sie befürchtete, er habe sich wegen seiner Depressionen etwas angetan. Ihr Mann war nach mehr als zwei Stunden nicht von einer kurzen Einkaufsfahrt nach Hause gekommen.

Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt. Mit einem Urteil wird dann im November gerechnet.

Der Angeklagte hatte selbst den Notruf gewählt. (Symbolbild)
Der Angeklagte hatte selbst den Notruf gewählt. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: Jens Büttner/ZB/dpa


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0