Nur die Spitze des Eisbergs? Mann gesteht Missbrauch an Tochter

Schwerin - Wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs hat die Staatsanwaltschaft für einen 44 Jahre alten Vater vier Jahre und elf Monate Gefängnis beantragt.

Das Gebäude des Landgerichts am Demmlerplatz.
Das Gebäude des Landgerichts am Demmlerplatz.

Der Angeklagte aus Lübz (Kreis Ludwigslust-Parchim) soll sich 2019 über mehrere Monate hinweg in mindestens acht Fällen an seiner anfangs zwölfjährigen Tochter vergangenen haben (TAG24 berichtete).

Dies sei vermutlich nur die Spitze des Eisbergs, erklärte der Staatsanwalt am Mittwoch im Landgericht Schwerin.

Das Mädchen habe während der Ermittlungen von deutlich mehr Vorfällen berichtet, zu denen sie allerdings keine Details habe nennen können.

Der Verteidiger bat das Gericht um ein Strafmaß von nicht über fünf Jahren. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zu Beginn des Prozesses gestanden.

Das Urteil sollte am Nachmittag verkündet werden.

Ein Strafgesetzbuch (StGB) steht auf der Richterbank.
Ein Strafgesetzbuch (StGB) steht auf der Richterbank.  © Oliver Berg/dpa

Update, 16.31 Uhr: Urteil gefallen

Das Gericht hat den Mann am Donnerstag aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim zu vier Jahren und elf Monaten Gefängnis verurteilt.

Mit dem Strafmaß folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger hatte eine Strafe von maximal fünf Jahren beantragt.

Er kündigte an, kein Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen.

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