Hartz-IV-Betrug! Tagesmutti hatte 83.000 Euro auf der hohen Kante

Susanne E. (45) war am Montag wegen einer lange zurückliegenden Tat vor 
Gericht.
Susanne E. (45) war am Montag wegen einer lange zurückliegenden Tat vor Gericht.  © Ove Landgraf

Dresden - Wer Hartz IV beantragt, muss in zahlreichen Vordrucken sein ganzes Leben offenbaren. Susanne E. (45) vergaß in ihrem Antrag allerdings Vermögensangaben. Am Montag saß die Tagesmutter wegen Betruges vor Gericht.

"Heute weiß ich, dass es ein Fehler war", so die dreifache Mutter. "Damals dachte ich, die Konten meiner Kinder sind unangreifbar. Deshalb gab ich sie nicht an." Für die spätere Ausbildung hatten die Söhne bis zu 83.000 Euro auf der hohen Kante.

"Uns fiel das durch Abgleiche mit den Finanzbehörden auf", so eine Jobcenter-Mitarbeiterin. "Von dort wurden Zinsguthaben für Konten gemeldet, die uns nicht bekannt waren." Insgesamt hatte das Amt knapp 4000 Euro zu viel Hartz IV an die damals Alleinerziehende gezahlt.

Susanne E. ist nicht vorbestraft, erstattete die Überzahlung sofort, der Fall liegt fast zehn Jahre zurück.

Trotzdem stimmte die Staatsanwältin einer Einstellung des Verfahrens nicht zu. Die Tagesmutter muss nun 2070 Euro Strafe zahlen.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0