49-Jähriger soll Frau in Transporter fast vergewaltigt haben

Berlin – Weil er eine Frau in seinem Kleintransporter mit einem Messer bedroht, gewürgt und gefesselt haben soll, kommt ein 49-Jähriger ab Freitag (9.30 Uhr) vor das Berliner Landgericht.

Ein 49 Jahre alter Mann steht in Berlin vor Gericht, weil er eine Frau in seinem Transporter bedroht, gewürgt und gefesselt haben soll (Symbolbild).
Ein 49 Jahre alter Mann steht in Berlin vor Gericht, weil er eine Frau in seinem Transporter bedroht, gewürgt und gefesselt haben soll (Symbolbild).  © 123RF/Michal Bednarek

Die Staatsanwaltschaft geht von einer versuchten Vergewaltigung aus. Zu dem mutmaßlichen Angriff sei es im Dezember 2018 auf einem Parkplatz gekommen.

Der Angeklagte soll die Geschädigte, für die er kurz zuvor Reparaturarbeiten ausgeführt habe, auf dem Laderaum seines Fahrzeugs angegriffen haben.

Zeugen seien auf das Geschehen aufmerksam geworden und hätten der Frau geholfen.

Für den Prozess wegen versuchter Vergewaltigung und Körperverletzung sind fünf Tage vorgesehen.

Update, 13.45 Uhr:

Der 49-Jährige hat vor dem Landgericht teilweise gestanden. Er habe die 39 Jahre alte Geschädigte geschubst und auch geschlagen, erklärte der einschlägig vorbestrafte Mann am Freitag zu Prozessbeginn. An das weitere Geschehen könne er sich nicht erinnern.

Der Angeklagte hatte die Frau kurz vor der mutmaßlichen Tat am 27. Dezember 2018 über eine Anzeige als Handwerker kennengelernt. Zu dem Angriff sei es gekommen, als sie nach einem Möbelkauf gemeinsam in seinem Kleintransporter saßen. "Er drückte der Frau mit der linken Hand gegen ihren Hals, während er mit der rechten Hand ein Messer in die Richtung ihres Halses hielt", heißt es in der Anklage. Er habe sie gefesselt und Sex erzwingen wollen.

Der 49-Jährige, der 2013 wegen Vergewaltigung zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden war, wurde rund fünf Wochen nach dem Angriff in seinem Kleintransporter festgenommen. Die 39-Jährige habe ihm 300 Euro für das Verlegen von Laminat geschuldet, sagte der Angeklagte. "Als mir klar wurde, dass sie gerade Möbel bar bezahlt hatte, sind mir die Sicherungen durchgebrannt." Erinnern könne er sich aber lediglich an Schläge.

Der Verteidiger sagte, sein Mandant könne "nicht kategorisch ausschließen, dass es so war, wie die Zeugin es schilderte". Der Prozess wird am 23. Juli fortgesetzt.

Der Vorfall soll sich im Dezember 2018 ereignet haben (Symbolbild).
Der Vorfall soll sich im Dezember 2018 ereignet haben (Symbolbild).  © 123RF/alphaspirit

Titelfoto: 123RF/alphaspirit

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Berlin:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0