Gericht stoppt "Frei.Wild"-Konzert in der Flens-Arena

Flensburg - Ein in Flensburg geplantes Konzert der viel kritisierten Südtiroler Rockband Frei.Wild hat seit Freitag das Flensburger Landgericht beschäftigt (TAG24 berichtete).

Blick auf die Flens-Arena.
Blick auf die Flens-Arena.  © DPA

Am heutigen Montag fiel nun die Entscheidung über Zu- oder Absage der Veranstaltung.

Das Ergebnis: Die Klage des Tourneeveranstalters der Deutsch-Rock-Gruppe wurde vom Landgericht Flensburg am Montagmittag zurückgewiesen.

Das Frei.Wild-Konzert, das für den 20. April in der Flens-Arena angekündigt war, findet also nicht wie geplant statt, wie das norddeutsche Nachrichtenportal der SHZ berichtet.

Die Global Concerts Touring GmbH wollte gegen den Flens-Arena-Betreiber Förde Show Concept eine einstweilige Verfügung erwirken.

Das Gericht musste einschreiten, weil der Konzertveranstalter den Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den Hallenbetreiber beantragt hatte, der das Konzert in seiner Halle, der Flens-Arena, nicht dulden wollte.

Gegen das Frei.Wild-Konzert hat sich zudem auch in der Bevölkerung viel Widerstand in Flensburg geregt. Schon mehrfach wurde der Band eine gewisse Nähe zu rechten Szene vorgeworfen.

Urteilsbegründung hat keinen politischen Hintergrund

Philipp Burger von der Band Frei.Wild singt auf der Bühne.
Philipp Burger von der Band Frei.Wild singt auf der Bühne.

Nach Auffassung der Zweiten Zivilkammer hat der Kläger keinen Anspruch auf Überlassung der Halle, da zwischen den Parteien kein Mietvertrag zustande gekommen sei.

Zwar müsse ein Mietvertrag um wirksam zu sein, nicht zwingend verschriftlicht werden, heißt es in dem Urteil. Beide seien davon ausgegangen, dass ein rechtsverbindlicher Vertragsschluss erst mit schriftlicher Fixierung des Vertragstextes habe stattfinden sollen. Zu einer solchen Einigung sei es jedoch nicht mehr gekommen.

Ein Vertragsschluss sei auch nicht durch Schweigen zustande gekommen. Denn der Geschäftsführer des Hallenbetreibers hat nach Angaben des Gerichts nicht geschwiegen, als ihm ein Vertragsangebot zugesandt wurde, sondern Sicherheitsbedenken mitgeteilt und ein kurzfristiges Telefonat erbeten.

Auf Grund der Sicherheitsbedenken sei unklar gewesen, ob die Veranstaltung überhaupt habe stattfinden können.

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