Rentnerin stirbt nach Unfall: Autofahrer kommt mit Geldstrafe davon

Chemnitz - Weil Reinhard K. (36) einen Augenblick unaufmerksam gewesen sein soll, musste eine Rentnerin (84) sterben. Der Verursacher kam vor dem Landgericht Chemnitz mit einer Geldstrafe davon.

Reinhard K. (36) muss wegen fahrlässiger Tötung eine Geldstrafe bezahlen.
Reinhard K. (36) muss wegen fahrlässiger Tötung eine Geldstrafe bezahlen.  © Haertelpress

Reinhard K. war am 20. März 2018 mit seinem BMW 1er auf der Hainichener Straße in Rossau unterwegs. Hinter ihm fuhr Rentner Lutz B. (66) im VW Golf.

Als der Angeklagte abbiegen wollte, knallte es. Beide Autos landeten im Graben. Alle drei Insassen wurden verletzt. Besonders tragisch: Die Beifahrerin, die Schwiegermutter von Lutz B., verstarb drei Monate später in der Klinik Kreischa - aus fahrlässiger Körperverletzung wurde Tötung.

"Ich wollte rechts abbiegen, danach knallte es", sagte K. Seit dem Unfall kämpft er mit Traumata. Eine Zeugin (25), die den Unfall von hinten beobachtete, sah das anders.

"Er war zu zwei Drittel auf der linken Abbiegespur." Golf-Fahrer Lutz B.: "Er hat sogar links geblinkt. Deswegen bin ich unbekümmert geradeaus gefahren. Dann ist er in mich reingefahren."

Der Verteidiger von Reinhard K. forderte gar Freispruch, da kein rechtswidriges Verhalten vorläge.

Der Vorsitzende Richter wies die Berufung zurück, beließ es bei der Geldstrafe in Höhe von 6000 Euro.

Titelfoto: Haertelpress

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Chemnitz:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0