Gericht hat entschieden: Berliner Polizei darf tätowierte Bewerber nicht ablehnen

Berlin - Große sichtbare Tätowierungen sind nach einer Gerichtsentscheidung gegenwärtig kein Hindernis bei der Bewerbung als Polizist in Berlin.

Tattoos gelten somit nicht länger als Ausschlusskriterium. (Bildmontage)
Tattoos gelten somit nicht länger als Ausschlusskriterium. (Bildmontage)  © DPA (Bildmontage)

Die Polizei darf Bewerber mit solchen Tattoos also nicht ablehnen, entschied das Verwaltungsgericht, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde.

Die bisherige Dienstvorschrift, die den Umgang mit Tätowierungen regelt, reiche nicht aus. Nötig sei dazu ein Gesetz.

Ein 26-jähriger Bewerber war wegen der Größe und Motivvielfalt der sichtbaren Tätowierungen von der Polizei abgelehnt worden.

Das Gericht argumentierte, die Entfernung eines vorhandenen Tattoos sei ein erheblicher Eingriff. Darüber müsse der Gesetzgeber, in diesem Fall das Berliner Abgeordnetenhaus, entscheiden.

"Bis zu einer solchen Entscheidung seien Polizeibeamte im Land Berlin aber berechtigt, jedenfalls solche Tätowierungen zu tragen, die - wie hier - nach ihrem Sinngehalt nicht gegen beamtenrechtliche Pflichten verstoßen."

Nicht erlaubt sind Tätowierungen, die einen strafbaren Inhalt hätten. (Beschluss der 5. Kammer vom 23. Juli 2018 (VG 5 L 248.18))

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