Mann stach vor Lidl auf Ehefrau ein: So lautet das Urteil!

Lübeck/Ratzeburg - Vor dem Landgericht in Lübeck wurde am Dienstag ein zur Tatzeit 32 Jahre alter Mann wegen versuchten Totschlags an seiner Ehefrau zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.

Polizisten konnten den Tatverdächtigen in Tatortnähe festnehmen (Symbolbild).
Polizisten konnten den Tatverdächtigen in Tatortnähe festnehmen (Symbolbild).

Das Gericht sah es nach Angaben eines Sprechers vom Dienstag als erwiesen an, dass der Iraker im Januar in Ratzeburg im Kreis Herzogtum Lauenburg (Schleswig-Holstein) seine damals 29 Jahre alte Ehefrau mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt hat.

Laut Anklage hatte der Mann kurz zuvor erfahren, dass seine von ihm getrennt lebende Ehefrau bei Gericht eine einstweilige Verfügung nach dem Gewaltschutzgesetz gegen ihn erwirkt hatte.

Aus Wut darüber riss er seine Frau am 18. Januar laut Anklage vor einem Discounter zu Boden und stach mit einem Küchenmesser auf sie ein (TAG24 berichtete). Die Klinge sei etwa 13 Zentimeter lang gewesen.

Auch nachdem ein Zeuge den Mann von seiner Frau weggerissenen hatte, setzte er seinen Angriff fort und trat seinem bereits schwer verletzten Opfer ins Gesicht.

Die 29-jährige Frau erlitt bei dem Angriff unter anderem mehrere Schnittverletzungen im Gesicht, am Hinterkopf und an der Schläfe. Das Paar hat zwei Kinder.

Die Richter werteten die Tat am Montag in ihrem Urteil als versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Der Angeklagte wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Der Täter muss für sieben Jahre ins Gefängnis.
Der Täter muss für sieben Jahre ins Gefängnis.  © DPA

Titelfoto: DPA

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