Familie soll Tochter beim IS unterstützt haben: Urteil erwartet!

Hamburg - Wegen Unterstützung des Islamischen Staates muss eine vierköpfige Familie am Mittwoch (9 Uhr) mit einer Verurteilung durch den Staatsschutzsenat am Hanseatischen Oberlandesgericht rechnen.

Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht ist eine Familie angeklagt. (Archivbild)
Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht ist eine Familie angeklagt. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa

Eine Tochter der türkischstämmigen Familie war nach Angaben der Staatsanwaltschaft 2016 nach Syrien ausgereist.

Aus der IS-Hochburg Rakka habe sie die Eltern und Geschwister in Neumünster und Hamburg um Unterstützung gebeten.

Das Geld sollte zugleich als "Steuer" an die Terrormiliz gehen, wie ein Gerichtssprecher sagte.

Laut Anklage brachten die Eltern (55 und 54), ein Bruder (32) und eine Schwester (29) mehr als 27.000 Euro zusammen und schickten das Geld über Mittelsmänner nach Rakka.

Die Generalstaatsanwaltschaft hat nach Angaben der Gerichtspressestelle für den Bruder dreieinhalb Jahre Haft gefordert, für die Schwester drei Jahre.

Die Mutter soll für zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Allein der Vater soll mit einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren Haft davonkommen.

Die Verteidiger haben für den Fall einer Verurteilung Bewährungsstrafen für alle vier Angeklagten beantragt.

Akten und das Strafgesetzbuch liegen in einem Gerichtszimmer. (Symbolbild)
Akten und das Strafgesetzbuch liegen in einem Gerichtszimmer. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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