Er kaufte sich eine Frau und schickte sie auf den Strich

Varban I. (29) kaufte in Bulgarien eine Frau für 20.000 Euro.
Varban I. (29) kaufte in Bulgarien eine Frau für 20.000 Euro.

Von Steffi Suhr

Dresden - Sie riefen Europol, Zoll, Bundespolizei und Landeskriminalamt auf den Plan: Ende Januar wurde eine internationale Kriminellenbande ausgehoben. Auch in Sachsen. Gegen zwei Bulgaren und einen Türken ist seit Mittwoch Prozess am Landgericht Dresden.

Laut Anklage waren Varban I. (29), Petar P. (40) und Samim A. (48) nicht zimperlich: So kaufte Varban I. für 20.000 Euro eine Bulgarin, die er in Berlin zur Prostitution zwang und permanent bedrohte.

Auf sein Geheiß hin betäubte die Frau einen Freier mit Schlafmittel, um ihn zu beklauen. Allerdings war der Geldschrank verschlossen.

Petar P. hielt laut Anklage den Kontakt zu den bulgarischen Fälscherbanden.
Petar P. hielt laut Anklage den Kontakt zu den bulgarischen Fälscherbanden.

Selbst als die Frau schwanger war, musste sie weiter für ihren Zuhälter anschaffen.

Mit dem Mitangeklagten Petar P. organisierte Varban I. gefälschte Pässe aus Bulgarien für Illegale, die dafür bis zu 7000 Euro zahlten. Außerdem versuchten sie mehrfach Falschgeld in Umlauf zu bringen.

Samim A. „organisierte“ für die Bande Drogen. Zum Verhängnis wurde dem Trupp offenbar Gier und schlechte Qualität: So scheiterten diverse Geschäfte, weil Fälschungen oder Drogen schlecht waren.

Obendrein wurden Falschgeld oder Pässe verdeckten Ermittlern in einem Café am Stadtpark von Riesa angeboten ...

Der Prozess wird fortgesetzt.

Noch ist nichts entschieden. Der Prozess gegen die drei Angeklagten wird fortgesetzt.
Noch ist nichts entschieden. Der Prozess gegen die drei Angeklagten wird fortgesetzt.

Fotos: Thomas Türpe


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