Prozess um zerstückelte Leiche: Bricht Angeklagter sein Schweigen?

Itzehoe - Im Prozess um eine zerstückelte und einbetonierte Leiche in Schleswig-Holstein will der Hauptangeklagte sein Schweigen brechen.

Der Hauptangeklagte (links) will im Prozess aussagen. (Archivbild)
Der Hauptangeklagte (links) will im Prozess aussagen. (Archivbild)  © Carsten Rehder/dpa

Nach Gerichtsangaben kündigte die Verteidigung des 47-Jährigen an, dass ihr Mandant sich am Donnerstag erstmals zu den Vorwürfen vor der Schwurgerichtskammer in Itzehoe äußern wolle.

Laut Anklage soll er gemeinsam mit seiner 37 Jahre alten Freundin den ehemaligen Lebensgefährten der Frau im Frühjahr 2017 heimtückisch getötet haben.

Die Leiche sollen sie zerstückelt und auf ihrem Reiterhof in Dammfleth im Kreis Steinburg vergraben haben. Motiv der Bluttat sollen Beziehungsstreitigkeiten gewesen sein.

Kurz vor Weihnachten hob das Gericht den Haftbefehl gegen die Frau auf. Ihr neuer Lebensgefährte blieb in Untersuchungshaft.

Ihre in einem gesonderten Verfahren ebenfalls angeklagte Tochter wurde auch aus der Untersuchungshaft entlassen. Die 16-Jährige war in dem Prozess ursprünglich als Nebenklägerin aufgetreten.

Auf Grund von Zeugenaussagen geriet sie jedoch ins Visier der Staatsanwaltschaft und wurde verhaftet.

Die Anklage gegen Mutter und Tochter wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft jedoch nicht aufgehoben.

Der Mord-Prozess wird am Landgericht in Itzehoe geführt. (Archivbild)
Der Mord-Prozess wird am Landgericht in Itzehoe geführt. (Archivbild)  © Bodo Marks/dpa

Update, 13.50 Uhr

Der Hauptangeklagte hat am Donnerstag ein Geständnis abgelegt. Er habe den ehemaligen Lebensgefährten seiner Freundin getötet, sagte der 47-Jährige am Donnerstag am Landgericht Itzehoe.

Die Lebensgefährtin des Toten und Mitangeklagte sei zur Tatzeit außer Haus gewesen.

Titelfoto: Carsten Rehder/dpa

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