Schulbusfahrer soll sieben Kinder sexuell missbraucht haben: Jetzt wird das Urteil erwartet!

Ravensburg - Im Prozess um schweren sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen wird am Mittwoch das Urteil gegen einen Schulbusfahrer erwartet. (TAG24 berichtete)

Der angeklagte Schulbusfahrer.
Der angeklagte Schulbusfahrer.  © DPA/Kathrin Drinkuth

Zuvor sollen am Landgericht Ravensburg die Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Nebenklage sowie Verteidigung gehalten werden (9 Uhr).

Der Angeklagte hatte zahlreiche Vorwürfe gleich zu Prozessbeginn eingeräumt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 26 Jahre alten Mann vor, sechs Jungen und ein Mädchen zwischen zwölf und 18 Jahren missbraucht zu haben.

Insgesamt geht es um knapp 20 Taten, die sich nach Angaben der Behörde im vergangenen Jahr und Anfang dieses Jahres im Kreis Biberach zugetragen haben sollen.

Der Mann soll seine Opfer im Bus kennen gelernt, sich mit ihnen verabredet und sich dann an ihnen vergangen haben.

Außerdem wird ihm unter anderem zur Last gelegt, kinderpornografisches Material besessen zu haben.

Update 12 Uhr:
Im Prozess sind die Plädoyers gehalten worden. Die Staatsanwaltschaft geht von drei Fällen des schweren sexuellen Missbrauchs an Kindern aus und forderte eine Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten. Die Verteidigung dagegen hält dem Angeklagten sein "umfassendes Geständnis" zugute und plädierte für drei Jahre und sechs Monate Gefängnis. Das Urteil sollte am frühen Nachmittag verkündet werden.

Die Verteidigung führte in ihrem Plädoyer an, ihr Mandant sei bereits selbst Opfer sexueller Übergriffe geworden. Das letzte Wort hatte der Angeklagte. "Es tut mir von Herzen leid, was ich gemacht habe", wiederholte der junge Mann mehrmals mit gebrochener Stimme. Er will eine Therapie machen.

Das Schild hängt vor dem Landgericht in Ravensburg. (Symbolbild(
Das Schild hängt vor dem Landgericht in Ravensburg. (Symbolbild(

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