Täter vor Gericht: Rempler beim Tanzen führte zu Messerstecherei am Teufelsberg!

Berlin - Rund acht Monate nach einer Messerstecherei am Teufelsberg in Berlin-Grunewald müssen sich zwei 17- und 18-Jährige ab Donnerstag (13.30 Uhr) vor dem Landgericht verantworten.

Der jüngere Angeklagte stach nach dem Tanz-Rempler sofort zu. (Symbolbild)
Der jüngere Angeklagte stach nach dem Tanz-Rempler sofort zu. (Symbolbild)  © 123RF

Die Angeklagten sollen nach einem Streit einen 19 Jahre alten Mann attackiert haben.

Dieser wurde lebensgefährlich verletzt.

Ermittlungen zufolge habe zunächst der 18-Jährige den Geschädigten geschlagen, weil dieser ihn auf einer Tanzveranstaltung versehentlich angerempelt habe.

Unmittelbar darauf habe der 17-Jährige auf das Opfer eingestochen.

Dem jüngeren Angeklagten wird versuchter Totschlag vorgeworfen, dem 18-Jährigen gefährliche Körperverletzung.

Angeklagter gibt Tat zu

Das Opfer war Gast einer Tanzveranstaltung in Berlin-Grunewald. (Symbolbild)
Das Opfer war Gast einer Tanzveranstaltung in Berlin-Grunewald. (Symbolbild)

Update, 16 Uhr

Der Angeklagte hat die Tat gestanden.Ein Anwalt des Jugendlichen erklärte zu Prozessbeginn am Donnerstag, sein Mandant habe aus Angst mehrfach zugestochen.

Er sei angegriffen und von mehreren Männern geschlagen worden. Ein Mitangeklagter 18-Jähriger, der dem Geschädigten kurz vor der Messerstecherei im August 2018 einen Faustschlag versetzt haben soll, schwieg zunächst.

Zunächst habe der 18-Jährige den Geschädigten geschlagen, weil dieser ihn versehentlich angerempelt habe. Unmittelbar darauf habe der 17-Jährige das Opfer zu Boden gerissen.

"In der sich anschließenden Auseinandersetzung stieß er dem Geschädigten ein Klappmesser insgesamt fünf Mal in den Rücken", so die Anklage. Der 19-Jährige sei lebensgefährlich verletzt worden.

Der 17-Jährige erklärte über seine Verteidiger, er sei erheblich alkoholisiert gewesen. Grundlos habe ihn der 19-Jährige angegriffen. Als er auf dem Boden lag und von dem Geschädigten sowie zwei weiteren Männern geschlagen worden sei, habe er das Messer gezogen. "Es tut mir leid, dass es zu so schweren Verletzungen gekommen ist", sagte der 17-Jährige.

Der Prozess wird am 9. Mai fortgesetzt.

Mehr zum Thema Berlin Crime:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0