Ganz bitter! Monarchs unterliegen trotz Führung und grandioser Aufholjagd

Die Kulisse im DDV-Stadion war grandios, auch wenn der Zuschauerrekord knapp verpasst wurde.
Die Kulisse im DDV-Stadion war grandios, auch wenn der Zuschauerrekord knapp verpasst wurde.  © Lutz Hentschel

Dresden – Oh, wie bitter! Es sollte die riesige Jubiläumsparty zum 25. Geburtstag werden, am Ende des Sparkassen Gamedays schauten sich die Spieler der Dresden Monarchs mit langen Gesichtern an.

Denn trotz einer 21:0-Führung und einer furiosen Aufholjagd am Ende unterlag das Team von Trainer John Leijten vor 7191 Fans im DDV-Stadion den Kiel Baltic Hurricanes 42:49 (28:21). Nach einem furiosen Start und einem starken Finish verspielten die Könglichen den Sieg im zweiten und dritten Viertel. Der Zuschauerrekord (8360) aus dem Jahr 2002 konnte nicht geknackt werden.

Nach der Klatsche in Braunschweig hatten die Königlichen einiges gut zu machen, aber dafür standen die Vorzeichen alles andere als ideal. Denn Runningback Joseph Bergeron liegt seit Dienstag mit Magen-Darm-Problemen im Krankenhaus, schaute aber trotzdem vorbei.

Kopfschmerzen bereitete Geschäftsführer Jörg Dreßler aber nicht nur Bergeron, sondern viel mehr Defense Back Kweishi Brown, der nach einer Verletzung am linken Knie, die er in Braunschweig erlitt, um Vertragsauflösung bat und bereits Freitag im Flieger gen Heimat saß.

Quarterback Garret Safron begeisterte im zweiten Viertel mit einem 69-Yard-Lauf.
Quarterback Garret Safron begeisterte im zweiten Viertel mit einem 69-Yard-Lauf.  © Lutz Hentschel

Für all diese Umstände startete das Team von Leijten furios und brannte dank zwei Touchdowns von Sebastien Sagne und einem 5-Yard-Lauf von Garret Safron mit einer 21:0-Führung nach acht Minuten nicht nur offensiv ein Feuerwerk ab, sondern zeigte sich auch defensiv stabil.

Ab dem zweiten Viertel wurde Kiel aber immer stärker, bis auf einen sensationellen 69-Yard-Lauf von Safron stoppten die Hurricanes drei Angriffsversuche der Monarchs, punkteten zuverlässig und glichen nur 12 Sekunden nach der Halbzeit zum 28:28 aus.

Dann wurde es bitter, Kiel legte zwei weitere Touchdowns drauf – das Leijten-Team plötzlich völlig von der Rolle, unkonzentriert und mit 28:42 (29.) in Rückstand. Dann verletzte sich auch noch Safron, ohne ihn ging der nächste Angriffsversuch in die Hose, Kiel hatte den Ball.

Nach zwei erneut unnötigen Fehlern der Monarchs erhöhten die Gäste im Schlussviertel auf 49:28. Nachdem sich Safron an der Seite am Bein behandeln ließ, war er zum ersten Gastgeber-Angriff im vierten Viertel wieder zurück.

Und in dem gelangen den Königlichen endlich wieder Punkte, dank des Touchdowns von Yazan Nasser (39.) kamen die Monarchs auf 35:49 heran. Der nächste Angriffsversuch der Hurricanes wurde gestoppt, Mike Schallo verkürzte auf 42:49 (42.)

Am Ende blieben noch 22 Sekunden für den Ausgleich, doch der sollte den Monarchs im Hexenkessel DDV-Stadion an diesem Abend nicht mehr gelingen.


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