Coronavirus: Studentin berichtet aus der Quarantäne in Germersheim

Germersheim - Als eine der zurückgekehrten Deutschen aus China hat die Studentin Ann-Sophie Muxfeldt die Abläufe im Quarantäne-Block in Germersheim als "gut organisiert" gelobt. "Jeder gibt sich Mühe, auch die Zimmer sind angenehm", sagte die 22-Jährige telefonisch aus der Südpfalz-Kaserne der Deutschen Presse-Agentur.

Die 22-jährige Studentin Ann-Sophie Muxfeldt berichtet aus der Quarantäne in der Südpfalz Kaserne in Germersheim.
Die 22-jährige Studentin Ann-Sophie Muxfeldt berichtet aus der Quarantäne in der Südpfalz Kaserne in Germersheim.  © Bild-Montage: dpa/Frabk Rumpenhorst, dpa/Ann-Sophi

"Alles läuft recht flüssig. Die Menschen sind nett zueinander." Trotz allem hoffe sie, dass sie nur zwei Wochen bleiben müsse.

Muxfeldt war mit mehr als 100 Deutschen und deren Angehörigen am Samstag aus der besonders vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan zurückgekehrt (TAG24 berichtete).

Die junge Frau aus Bad Oldesloe (Schleswig-Holstein) studiert Technische Informatik in Rostock. Sie lebte seit September in Wuhan und wollte für zwei Auslands-Semester bis Juli bleiben.

"Mundschutz war Pflicht in China und alle haben sich daran gehalten", sagte Ann-Sophie Muxfeldt. Dass Wuhan besonders von der Lungenkrankheit betroffen sei, habe sie an den leeren Straßen gemerkt. "Aber es war zum Beispiel nichts von einer Panik zu spüren."

Am ersten Tag in der Südpfalz-Kaserne habe sie am Sonntag etwa die Möglichkeit vermisst, herumzulaufen. "Man kann schon raus aus dem Gebäude, aber das abgesperrte Gebiet ist natürlich sehr begrenzt."

Die Verpflegung sei gut. "Zum Frühstück gab es Obst und Brötchen, zum Mittagessen Reis und Chicken Curry, und zum Abendessen Kartoffelsuppe mit Würstchen."

Ein Kiosk gebe Getränke und Snacks aus. "Ich denke, damit komme ich ganz gut zurecht", sagte Muxfeldt.

Nach der Landung am Samstag in Frankfurt sollen die Rückkehrer nun zwei Wochen in Germersheim in Quarantäne bleiben. So lange kann die Erkrankung nach einer Infektion ausbrechen. Bei zwei Passagieren war nach der Landung das Virus nachgewiesen worden (TAG24 berichtete).

Eine Sperre steht auf dem Gelände der Kaserne Südpfalz der Bundeswehr vor dem Gebäude, in dem die aus China zurückgekehrten Deutschen untergebracht sind.
Eine Sperre steht auf dem Gelände der Kaserne Südpfalz der Bundeswehr vor dem Gebäude, in dem die aus China zurückgekehrten Deutschen untergebracht sind.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Titelfoto: Bild-Montage: dpa/Frabk Rumpenhorst, dpa/Ann-Sophi


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