"Geschenk für Kollegen": Lokführer kackt in Zug, zeigt Mittelfinger

Omaha (USA) - In den USA wird momentan ein skurriler Fall vor Gericht verhandelt.

Ein Güterzug im US-Bundesstaat New Mexiko.
Ein Güterzug im US-Bundesstaat New Mexiko.  © 123RF/makasanaphoto (Symbolbild)

Ein Lokführer des Güterzug-Unternehmens "Union Pacific" soll auf seiner Fahrt am 20. November 2016 nämlich all zu schändliches getan haben.

Die Vorwürfe des Unternehmens lesen sich wirklich nicht schön. So soll der Mann während eines Zwischenstopps in einen Wagen, der dem Personal zur Verfügung steht, auf den Boden gekackt und die danach zu seiner Reinigung benutzten Taschentücher aus dem Fenster geworfen haben.

Als er eine Überwachungskamera sah, zeigte er einen Mittelfinger direkt hinein.

Das Unternehmen entließ den Mann, sobald es davon erfuhr. "Das Verhalten entspricht nicht unseren Werten und sollte nicht toleriert werden", heißt es laut Fox News in einer Erklärung des Eisenbahnbetreibers.

Der Mann gestand alle seine Taten und soll damals sogar gesagt haben, dass es ein "Geschenk für seine Kollegen" sei.

Dennoch kämpft der ehemalige Lokführer seit einiger Zeit um die erneute Einstellung im Unternehmen. Der Mann sagte vor Gericht, er stand damals unter körperlichen und geistigen Problemen.

Die Kündigung erfolgte 2016 aufgrund einer Klausel im Vertrag, die "fahrlässiges, unhöfliches, unehrliches, unmoralisches, streitsüchtiges oder unhöfliches Verhalten" auf diese Weise bestraft.

Im vergangenen Dezember wurde von einem Gericht bereits beschlossen, dass das Unternehmen ihn einstellen muss, wenn der Lokführer eine medizinische und psychologische Untersuchung bestehen würde. Das Unternehmen klagte gegen das Urteil und verlor nun. Ob es in Berufung geht, steht derzeit noch nicht fest.


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