Weihnachtsgeschenke online bestellen: Achtung, darauf müsst Ihr achten!

München - Weihnachten steht wieder vor der Tür und jeder möchte für seine Liebsten die passenden Geschenke finden. Um dem Einkaufstress in den überfüllten Innenstädten zu entgehen, bestellen viele Menschen ihre Geschenke ganz einfach und bequem über das Internet. Doch dabei ist Vorsicht geboten!

Eine Zollkontrolle in einer Poststelle.
Eine Zollkontrolle in einer Poststelle.  © Hauptzollamt München

Damit auch alles reibungslos funktioniert und es zu keinen bösen Überraschungen kommt, solltet Ihr bei der Onlinebestellung einige Dinge beachten. "Denn nicht jedes vermeintliche Schnäppchen im Internet ist am Ende auch billiger", so der Leiter des Hauptzollamts München, Gerhard Rittenauer.

"Verschickt ein Onlinehändler seine Waren aus einem Drittland in die Europäische Union, so fallen neben den üblichen Versandkosten möglicherweise auch noch die Einfuhrabgaben, Zölle und Verbrauchsteuern an."

Somit gelten für Postsendungen aus einem Drittland folgende Bestimmungen:

  • Warenwert bis 22 Euro: Hier fallen kein Zoll und keine Einfuhrumsatzsteuer an. Die Verbrauchsteuern, wie zum Beispiel für Alkohol oder Tabak, werden allerdings erhoben.
  • Warenwert über 22 Euro bis 150 Euro: Die Einfuhrumsatzsteuer (19% oder 7%) und gegebenenfalls Verbrauchsteuern werden erhoben.
  • Warenwert über 150 Euro: Neben der Einfuhrumsatzsteuer fallen auch der warenabhängige Zoll und gegebenenfalls die Verbrauchsteuern an.

Maßgeblich für die Berechnung der Einfuhrabgaben ist der Warenwert der Sendung.

Entscheidend ist also, welcher Betrag tatsächlich gezahlt wurde, um die Ware zu erhalten. Sollten im Rechnungsendbetrag auch Portokosten enthalten sein, werden diese nicht herausgerechnet.

Bei Sendungen aus einem Nicht-EU-Staat schauen die Zollbeamten genauer hin. (Archivbild)
Bei Sendungen aus einem Nicht-EU-Staat schauen die Zollbeamten genauer hin. (Archivbild)  © Hauptzollamt München

Mit der wachsenden Nachfrage nach Markenprodukten im Internet ist Vorsicht geboten: Die Zahl der Fälschungen und Plagiate, also Produkte, die widerrechtlich mit Namen und Kennzeichen des Originalherstellers versehen sind und auch vom Aussehen den Verbraucher bewusst über Herkunft und Qualität täuschen, wächst kontinuierlich.

Auch wenn Ihr nur einen einzigen gefälschten Artikeln für Euch privat kauft, kann ein geschäftlicher Verkehr vermutet werden, da der Absender unternehmerische Ziele mit dem Verkauf verfolgt.

Solche schutzrechtrelevanten Waren kommen zu einem großen Teil aus Nicht-EU-Staaten und dürfen nicht in den Wirtschaftskreislauf gelangen. Der Zoll kümmert sich daher um die Überwachung dieses illegalen grenzüberschreitenden Warenverkehrs.

Weitere Informationen zu Sendungen aus einem Nicht-EU-Staat, Geschenksendungen und ähnlichen findet Ihr unter www.zoll.de oder in der "Zoll und Post"-App, die im Google Play Store oder Apple App Store kostenlos zum Download zur Verfügung steht.

Titelfoto: Hauptzollamt München


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