Hast Du das falsche Geschenk gekauft? Das musst du jetzt wissen

Dresden - Auch das Christkind kann irren: Viele Weihnachtsgeschenke sind zwar gut gemeint, kommen beim Beschenkten aber leider nicht gut an. Schon beim Auspacken fragt man sich, wie man das Präsent wieder loswerden kann.

Sechs wichtige Fragen und Antworten zu Umtausch, Reklamation, Gewährleistung und Garantie.

Brauchst Du die Originalverpackung und Kassenbon?

Nein. Eine Reklamation ist auch ohne Verpackung möglich. Der Kassenzettel ist zwar hilfreich, aber nicht notwendig.

Allerdings: Es gibt kein Recht auf Umtausch, wenn die Ware ohne Fehler ist.

Anne-Katrin Wiesemann von der Verbraucherzentrale Sachsen: „Ein Umtausch wegen ,Nichtgefallen‘ kann der Verkäufer freiwillig einräumen.“

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Gutschein statt Bargeld?

Das Umtauschrecht ist freiwillig. Der Händler kann frei festlegen, ob der Kunde Bargeld erhält oder einen Gutschein.

Ein Anspruch auf Auszahlung des Kaufpreises besteht nicht. Wirbt ein Händler allerdings mit einer „Geld-zurück-Garantie”, ist er daran gebunden.

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Sind Gewährleistung und Garantie dasselbe?

Nein. Garantien sind freiwillige Zusatzleistungen, meist vom Hersteller, aber auch vom Händler.

Je nach Formulierung bringt die Garantie Vorteile: Steht ein Hersteller drei Jahre ohne Einschränkungen für sein Produkt gerade, bekommt der Kunde automatisch drei Jahre gesetzlich verankerte Gewährleistung.

Zuständig für die Gewährleistung ist das Geschäft, in dem der beanstandete Artikel gekauft wurde. Nicht der Hersteller.

Gibt es Besonderheiten bei beim Internet-Kauf?

Binnen 14 Tagen nach Erhalt der Ware können Sie das Geschäft platzen lassen. Der Widerruf muss eindeutig erklärt werden, etwa per Mail.

Einige Waren sind allerdings vom Widerrufsrecht ausgenommen. Das gilt etwa für versiegelt ausgelieferte CDs oder DVDs, sobald die Versiegelung geöffnet ist.

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Welche Fristen gelten bei Nichtgefallen?

Anders als vielfach angenommen steht Käufern kein Umtauschrecht zu. Das heißt: Falsche Farbe, falsche Größe sind rechtlich gesehen kein Umtauschargument.

Gewährt ein Händler kulanterweise Umtausch bei Nichtgefallen, bestimmt er die Bedingungen und Fristen. Tipp: Beim Kauf auf den Zusatz „Umtausch gegen Vorlage des Kassenbons” achten.

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Was tun, wenn ein Geschenk kaputt ist?

Im ersten halben Jahr haftet der Verkäufer, wenn er nicht beweist, dass die Ware bei Übergabe in Ordnung war.

Anne-Katrin Wiesemann von der Verbraucherzentrale Sachsen weist darauf hin, dass die Praxis anders aussieht:

„Verkäufer behaupten in diesem Zusammenhang nicht selten, dass der Mangel durch ganz normalen Verschleiß entstanden sei. Verbraucher sollten in solchen Fällen nicht nachgeben.“

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