Geschmacklos oder lustig? PEGIDA als Kartenspiel

"Ein Spiel, so geschmacklos wie die Wirklichkeit", titeln die Macher über das "Minderheiten-Quartett".
"Ein Spiel, so geschmacklos wie die Wirklichkeit", titeln die Macher über das "Minderheiten-Quartett".

Von Antje Meier

Leipzig - Der dumme Hintern kratzende Nazi, der tuffige Schwule, der faul vor der Glotze hängende Hartz IV-Empfänger: Die Stereotypen in unserer Gesellschaft sind endlos.

Das „Minderheiten- Quartett“ nimmt sie seit 2010 spielerisch auf die Schippe. Nun planen die Leipziger Macher Max Hase (29) und Michel Goldmann (30) ein neues Kartenspiel – über PEGIDA.

„Wir wollen PEGIDA demaskieren“, sagt Max Hase, der seit November mit Kollege Michel Goldmann am neuen Spiel tüftelt.

„Eigentlich hatten wir gerade an einem anderen Spiel gearbeitet. Aber dann waren wir sehr überrascht, dass so eine Bewegung so schnell so groß werden konnte. Das hat uns gekitzelt und angespornt, da etwas zu machen.“

Doch die Entwickler lassen sich noch nicht in die Karten schauen. Das zweite Spiel der Leipziger soll erst Ende April erscheinen. Max Hase: „Es wird verschiedene Kartentypen geben und umfangreicher sein als das Minderheiten-Quartett.“

Das Quartett-Spiel erschien 2010 mit 33 Karten – bestehend aus 24 Minderheiten und neun Aktionskarten. „Ziel des Spiels ist es, so viele Minderheiten wie möglich mundtot zu machen“, ist in der Spielanleitung zu lesen.

Wirklich ernst gemeint ist das natürlich nicht, wie die Macher gerne augenzwinkernd bestätigen.

Hier gibt es weite Infos zum "Minderheiten-Quartett".

Michel Goldmann (l.,30) und Max Hase (29) nehmen mit dem "Minderheiten-Quartett" das Schubladen-Denken aufs Korn.
Michel Goldmann (l.,30) und Max Hase (29) nehmen mit dem "Minderheiten-Quartett" das Schubladen-Denken aufs Korn.

Fotos: Ralf Seegers


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