Jeder Berliner kennt die Stelle: Hier wurden an wenigen Tagen über 12.000 Autos geblitzt

Berlin - Die Stelle, an der das Blitzgewitter am brutalsten zuschlug, dürfte jedem Berliner bekannt sein: die kurze Strecke zwischen Funkturm und der Ausfahrt Kaiserdamm.

Die Klassiker der Radarfallen hätten wohl bald ausgedient, wenn die neuen Anlagen sich bewähren. (Symbolbild)
Die Klassiker der Radarfallen hätten wohl bald ausgedient, wenn die neuen Anlagen sich bewähren. (Symbolbild)

Hintergrund der großen Blitzer-Aktion, die an zwei Berliner Autobahnstücken sechs Tage lang durch geführt wurde, ist der Einsatz von zwei neuen mobilen Radarfallen.

Neben dem Autobahndreieck Funkturm, war auch die Autobahn in Steglitz im Fadenkreuz der Ermittler mit ihrem neuen Equipment. Dort wurden an den sechs Tagen 6.300 Fahrer beim zu schnellen Fahren erwischt.

Doch zurück zum Favoriten unserer Rennfahrer-Mitbürger: in den sechs Tagen über Ostern wurden zwischen Kaiserdamm und Funkturm insgesamt 12.200 Autofahrer geblitzt. Das macht etwas über 2.000 Autos pro Tag. Oder, rechnet man die erwischten Raser auf 24 Stunden herunter:

Etwa 85 Autofahrer, die jede Stunde, rund um die Uhr, zu schnell zwischen Ausfahrt Kaiserdamm und Funkturm unterwegs sind. Also mehr als ein Auto pro Minute.

Neue Radarfallen der Polizei

Zu schnell bedeutet in diesem Fall übrigens alles, was schneller als 60 Sachen auf die Straße bringt. 140 Kilometer pro Stunde waren der höchste gemessene Wert an diesen sechs Tagen.

Die beiden modernen Blitzgeräte sind in große Anhänger eingebaut, die die Polizei an wechselnden Stellen am Straßenrand postiert. Sie können stunden- oder tagelang autonom die Straße überwachen, ohne dass Polizisten sie bedienen müssen.

Die neuen Geräte sind für sechs Monate gemietet, dann soll entschieden werden, ob sie gekauft werden. Ansonsten gibt es in Berlin fest aufgestellte Blitzgeräte oder von der Polizei eigens aufgebaute und bediente Radarfallen.

Mobile Radarfallen bieten, unter anderem, den Vorteil jeden Tag an einem anderen Ort eingesetzt werden zu können. (Symbolbild)
Mobile Radarfallen bieten, unter anderem, den Vorteil jeden Tag an einem anderen Ort eingesetzt werden zu können. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

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