Die gesetzliche Pflicht zur Prüfung elektrischer Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3

Dresden – Schon seit über einem Jahrhundert tragen die Berufsgenossenschaften in Deutschland dazu bei, die Sicherheit in den heimischen Unternehmen nachhaltig zu fördern. 

Basierend auf diesem Anliegen haben sich diverse berufsgenossenschaftliche Vorschriften entwickelt, um die Risiken am Arbeitsplatz für Angestellte und Mitarbeiter zu minimieren. 

Deshalb sind Unternehmer auf gesetzlicher Ebene dazu verpflichtet, die jeweiligen Arbeitsplätze so zu gestalten, dass sich Gefahren für alle involvierten Mitarbeiter vermeiden lassen. 

In diesem Zusammenhang spielt die DGUV Vorschrift 3 eine wichtige Rolle, wobei die Abkürzung DGUV für Deutsche Gesetzliche Unfallverhütungsvorschriften steht. 

Des Weiteren bezieht sich der Zusatz 3 auf die konkrete Sicherheit und regelmäßige Überprüfung von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln.

© Michal Jarmoluk

Die konkreten Inhalte der berufsgenossenschaftlichen Vorschrift

Dank der DGUV V3 stehen Unternehmen in der gesetzlichen Verantwortung, dass sich elektrische Anlagen und Betriebsmittel zu jeder Zeit in einem einwandfreien Zustand befinden. 

Dieser Sachverhalt muss bereits beim Aufstellen und der ersten Inbetriebnahme bestehen. Da die Betriebsmittel mit Strom und in manchen Fällen sogar Starkstrom betrieben werden, besteht in diesem Bereich ein hohes Risiko bei der Nutzung. Schon bei kleinen Schäden kann es zu gefährlichen Stromschlägen kommen, die sich zu Schwelbränden entwickeln können, ohne dass diese sofort bemerkt werden. 

Deshalb müssen Eigentümer von Firmen dafür Sorge tragen, dass die aufgestellten Anlagen und Betriebsmittel sowohl technisch intakt sind als auch den modernen Bestimmungen zur Sicherheit entsprechen. Darüber hinaus ist eine fachgerechte  Aufstellung zu gewährleisten, um das Risiko von Unfällen im direkten Umfeld der Mitarbeiter auszuschließen. 

Zu der gesetzlichen Pflicht gehören regelmäßige Untersuchungen auf eine tatsächlich vorliegende Unversehrtheit, die ebenfalls die fachgerechte Installation garantieren.

Die Vorteile der Prüfung elektrischer Betriebsmittel

Dank der Prüfung elektrischer Betriebsmittel werden Mitarbeiter so gut wie möglich am Arbeitsplatz geschützt. So lassen sich viele Betriebsunfälle vermeiden, welche in der Vergangenheit zu schweren körperlichen Verletzungen geführt haben. Speziell beim Umgang mit Strom in allen seinen Varianten ist ein vorsichtiges Vorgehen unabdingbar. Aber nicht nur die Mitarbeiter profitieren von den Sicherheitsvorschriften, diese stellen ebenfalls für Unternehmer eine vorteilhafte Absicherung dar. 

Bei Betriebsunfällen entstehen häufig hohe Folgekosten, welche im Extremfall sogar zum Bankrott des Unternehmens führen können. Wenn sich ein folgenschwerer Unfall am Arbeitsplatz ereignet, ist eine gründliche Untersuchung obligatorisch, welche sämtliche Produktionsprozesse zum Erliegen bringt. Langandauernde Produktionsausfälle bedeuten große Verluste, die sich nicht immer aufholen lassen. 

Außerdem können auf Unternehmer hohe Regressforderungen zukommen, wenn die vom Unfall betroffenen Mitarbeiter schwer verletzt wurden.

Die Zeitintervalle bei der Überprüfung

Bei der DGUV Vorschrift 3 gibt es keine genauen Zeitangaben, wann elektrische Anlagen und Betriebsmittel zu überprüfen sind. Dafür geltende Hinweise gibt der Hersteller, sowie andere Quellen, die sich mit dem Thema befassen. 

Grundsätzlich ist allerdings vorgeschrieben, dass alle ortsveränderlichen sowie ortsfesten Geräte, welche unter Spannung mit Strom arbeiten, sowohl vor der ersten Inbetriebnahme als auch vor jeder erneuten Inbetriebnahme einer Überprüfung bedürfen. 

Für eine Kontrolle der erforderlichen Zeitintervalle werden die Betriebsmittel mit einem Prüfsiegel der DGUV versehen, auf dem sich die nächste anstehende Überprüfung ablesen lässt. 

Grundsätzlich sind medizinische Anlagen und Geräte mindestens einmal pro Jahr zu kontrollieren.

Titelfoto: Michal Jarmoluk


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