25-Jähriger verliert Zwillingsbruder: Ashan hat Kopfschmerzen, kurz vor Weihnachten stirbt er

Bristol (Großbritannien) - Im August ging ein 25-jähriger Brite wegen Kopfschmerzen in ein Krankenhaus. Dort wurde gar Fürchterliches diagnostiziert.

Ashan und Aysa Corrick (beide 25) im August dieses Jahres.
Ashan und Aysa Corrick (beide 25) im August dieses Jahres.  © Facebook/Aysa Corrick

Am 17. August ging Ashan Corrick (25) in ein Krankenhaus, weil er starke Kopfschmerzen fühlte, die einfach nicht weggehen wollten.

Die Ärzte machten ein paar Röntgenbilder, schauten sich alles ganz genau an. "Eine dunkle Masse im Gehirn wurde erwähnt. Ich musste über Nacht bleiben", sagte er damals gegenüber der britischen Zeitung Mirror.

"Am nächsten Tag haben sie mich operiert", schilderte er. "Fünf Minuten vor der Operation, quasi im Vorbeigehen erklärten sie mir, dass es Krebs sei."

Der Chirurg konnte den Tumor vom Gehirn entfernen, aber einige Zellen waren zu tief befallen, um sie einfach wegschneiden zu können.

Vier Tage nach der OP durfte Ashan Corrick die Klinik wieder verlassen. Nach ein paar weiteren Tagen musste er jedoch zurückkehren.

Die Ergebnisse der Nachuntersuchung sollten ausgewertet werden.

Experimentelle Therapien sollten Ashan Corrick retten

"Sie gaben mir ein oder zwei Jahre mit der Behandlung", sagte Ashan Corrick. Die Ärzte hätten erklärt, dass etwa 50 Prozent der Gehirn-Krebs-Patienten im vierten Stadium nach einem Jahr versterben, 25 Prozent überleben es zwei Jahre und 10 Prozent sollten noch etwa fünf Jahre überleben können.

Corrick erklärte dem Mirror im September, dass er entschlossen sei, es möglichst lange zu schaffen und er versuche, die Therapie zu überstehen.

Die Familie um den 25-Jährigen sammelte rund 6000 britische Pfund (umgerechnet knapp 7025 Euro), wollte damit experimentelle Therapiemethoden finanzieren, die Aussicht auf eine Besserung gaben.

Doch zwei Wochen vor Weihnachten verschlechterte sich der Zustand des jungen Hausmeister-Unternehmers immer weiter. Er musste erneut ins Krankenhaus.

"Er hat die letzte Woche so hart gekämpft, aber leider hat er seinen Kampf gegen den Krebs verloren. Er ist friedlich und in den Armen unserer Mutter gestorben", schrieb sein Zwillingsbruder Aysa nach der Todesnacht auf Facebook.

Abschiedsparty soll größtes Event aller Zeiten in Bristol werden

Da Ashan sich gewünscht hat, dass kein großer Trubel um seinen Tod gemacht wird, sollte er nun schnell beerdigt werden. Schon am 19. Dezember fand deshalb die Beisetzung statt.

Sein Bruder Aysa verkündete indes auf Facebook, dass er für alle, die nicht so spontan und kurz vor Weihnachten an der Beerdigung teilnehmen konnten, eine besondere Veranstaltung plant. "Ich werde uns auch genug Zeit geben, um eine der größten Partys zu organisieren, die Bristol je gesehen hat", schrieb er auf Facebook.

Damit will er seinem Bruder gedenken und für immer in Erinnerung halten.

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